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  • Mi., 21. Mai 2014, 22:10 Uhr
    Erster Auslands-Infoabend der Schülervertretung des Lessing-Gymnasiums Lampertheim fand regen Anklang

    Austauschforum über Auslandsaufenthalte von Schülern

    Ronja Wosch, Stellvertretende Schulsprechering am LGL, informierte über ihren dreimonatigen Auslandsaufenthalt in Kanada. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM - Ob in Kanada, Australien, Indien, England, Finnland oder USA – ein längerer Auslandsaufenthalt bedeutet für jugendliche Schülerinnen und Schüler etwas ganz Besonderes und stellt immer einen großen Erfahrungswert dar, von dem die Schüler in hohem Maße profitieren und an den sie sich ein Leben lang gerne zurückerinnern. Es geht dabei nicht nur um die sprachliche Förderung, sondern auch um das Kennenlernen fremder Kulturen und anderer Gewohnheiten von Menschen in unterschiedlichen Ländern.

    Rund um das Thema Auslandsaufenthalt drehte es sich am Informationsabend, der am Dienstag in der Mensa des LGL erstmals stattfand. „Diese Idee stammte von der Schülervertretung“, teilte Schulsprecher Jonas Veltman mit, der gemeinsam mit Ronja Wosch, Stellvertretende Schulsprecherin, die Sache ins Rollen brachte – mit Unterstützung der Lehrerschaft der Schule. In einer Art ‚Austauschforum‘ stellten insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler jeweils als ‚Experten‘ ihre Erfahrungen an einem Infostand  in Form von Fotopräsentationen, Alben, Prospekten u.v.m. vor und standen den interessierten Schülern und Eltern Rede und Antwort.

    Über ihren dreimonatigen Kanada-Aufenthalt berichtete Ronja Wosch, während Victoria Blüm ihre Erfahrungen aus Indien und Finnland vorstellte. Des Weiteren war ein Stand über Australien vorhanden – angeleitet von Madeleine Götz, sowie ein England-Infostand von Michelle Klotz. Charlotte Bienhaus und Thomas Junkermann referierten über die USA. Alle Schüler - beziehungsweise ehemaligen Schüler - hatten im Vorfeld die Präsentationen ihrer jeweiligen Stände in Eigenregie vorbereitet und privat organisiert. Die Eltern dieser Schüler standen am Info-Abend auch für Fragen zur Verfügung.

    Lehrer Sören Kielmann, Verantwortlicher für die Auslandsaufenthalte, informierte über Einzelheiten. Betroffene Schüler stammen in der Regel aus den Klassenstufen 10 und 11, wobei auch andere Jahrgangsstufen von einer Teilnahme nicht ausgeschlossen sind. Die Dauer des Auslandsaufenthaltes kann variabel gewählt werden und kann von einem Monat bis hin zu einem Jahr dauern. Eine spontane Verlängerung ist mitunter auch möglich.

    „Wie wird der versäumte Unterrichtsstoff nachgeholt?“, „Welche finanziellen Förderungen gibt es?“, „Hattest du Heimweh?“ oder „Wie alt muss man sein?“ – solche und viele weitere Fragen wurden von Seiten interessierter Schüler und Eltern an die ‚Experten‘ gestellt. Ronja Wosch präsentierte unter anderem ein Fotoalbum an ihrem Stand über Vancouver Island und zeigte sich stolz über die gewonnenen Erfahrungen. „Ich wurde gleich integriert und habe mich dort sehr wohl gefühlt“, teilte sie den Besuchern ihres Standes mit. Trotz des großen Zeitunterschieds konnte sie über Skype regelmäßig Kontakt zu ihren Eltern halten – ebenso per E-Mail.

    Da es eine Vielzahl von Anbietern bezüglich Auslandsaufenthalten gibt, sei es wichtig, sich im Vorfeld ausreichend zu informieren erläuterte Lehrerin Anica Rothermel, die vor einigen Jahren selbst während ihrer Schulzeit einen Aufenthalt in USA verbrachte. Aus diesen Erfahrungen heraus begleitete sie ihre beiden Schülerinnen Sarah Engelhardt und Ronja Wosch bei der Planung ihrer Aufenthalte in USA und Kanada. „Ich konnte die beiden auf ‚Stolpersteine‘ hinweisen und ihnen bei der Auswahl der Agenturen behilflich sein“, führte Rothermel fort. Die verschiedenen Organisationen und Agenturen suchen anhand eines Profils der Schüler die jeweils passende Gastfamilie aus – auch ein Vorbereitungstreffen zum gegenseitigen Kennenlernen findet jeweils im Vorfeld statt.

    „Dabei ist es besonders wichtig, dass die Initiative von den Schülern selbst kommt, einen Auslandaufenthalt zu absolvieren“, ergänzte sie. Ansprechpartner vor Ort in den jeweiligen Ländern sind vorhanden und auch über die Netzwerke der Schule (wie ‚It’s learning‘ am LGL) kann ein Einstieg hergestellt werden. „Grundsätzlich bringen die Auslandsaufenthalte die Schüler in vieler Hinsicht weiter und sie profitieren ein Leben lang von den gesammelten Erfahrungen“, ergänzte sie – „mit einem entsprechenden Zertifikat, ausgestellt von der Schule, wirkt sich ein Auslandsaufenthalt immer positiv im Lebenslauf eines Schülers aus.“

    Interessenten, die nicht am Infoabend teilnehmen konnten, oder weitere Fragen bezüglich Auslandaufenthalten haben, können sich gerne an die Schülervertretung des LGL wenden – Kontaktdaten erfahren Sie unter Lessing-Gymnasium@kreis-bergstrasse.de  bzw. unter der Rufnummer 06206/155220. Sigrid Samson

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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