
LAMPERTHEIM – Eine gute Nachricht für die Sportvereine in Lampertheim präsentierte der Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Ehrenamt Dirk Eichenauer gemeinsam mit Silke Reis vom Fachdienst Ehrenamt und Vereine und Michelle Okumus, die Eichenauer im Ehrenamt des Sportcoaches abgelöst hat – der Förderbescheid des hessischen Ministeriums des Innern und Sport in Höhe von 15.300 Euro ist bei der Stadt eingegangen. Das heißt: der Fördertopf ist für dieses Jahr noch voll. Jetzt kommt es darauf an, dass Sportvereine, die sich bereits in der Integrationsarbeit in den Zielgruppen „Menschen mit Migrationshintergrund“ und „sozial benachteiligte Menschen“ engagieren oder dies planen, können ab sofort unkompliziert ihren Antrag stellen. Zum Beispiel für Projekte, die Bezahlung zusätzlicher Übungsleiter für die Integrationsarbeit, Sportmaterial wie Bälle oder Aktionen, die thematisch passen. Die Rückmeldung werde zeitnahe und direkt erfolgen. Als Ansprechpartner wurden beim Pressetermin im Stadtpark Sportcoach Michelle Okumus genannt (E-Mail an michelle.okumus@web.de) sowie direkt bei der Stadtverwaltung Silke Reis (Silke.Reis@lampertheim.de) und Fachbereichsleiter Dirk Eichenauer, der Sportvereine, Organisationen und Initiativen mit dem Hinweis für einen Antrag ermutigen möchte, dass dies völlig unkompliziert allein über die Stadt Lampertheim vonstattengehe – mit Antrag, Auszahlung und Abrechnung. Im vergangenen Jahr habe die Stadt Geld ans Ministerium zurückgeben müssen, da zu wenig Mittel abgerufen wurden. Das sollte dieses Jahr nicht mehr passieren, betonte Eichenauer, daher die verstärkte Werbung um Aufmerksamkeit. Seit 2016 bewirbt sich die Stadt Lampertheim jedes Jahr erneut beim Förderprogramm des Landes, das damals „Sport und Flüchtlinge“ hieß.
„Sport integriert Hessen“ - Sportcoach Michelle Okumus
Die Bilanz für Lampertheim seit 2016 ist laut Eichenauer beachtlich – etwa 30 Vereine, Organisationen und Initiativen seien mit über 80.000 Euro gefördert worden. Jedes Jahr bewerbe sich die Stadt, allerdings seien zuletzt weniger Anfragen gekommen. Wie Eichenauer erklärt, werde die Höhe der Förderung, die den Kommunen zugewiesen werde, aufgrund der Anzahl der Empfänger von „Regelleistungsberechtigten“ berechnet, also Einwohner, die zum Beispiel Bürgergeld oder Grundsicherung bekommen. Das Förderprogramm unterstützt hessische Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund, um die integrative und soziale Kraft des Sports vor Ort zu stärken und gleichzeitig die hohe Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich dafür zu engagieren. Das Förderprogramm verlangt die Einsetzung von Sportcoaches, eine ehrenamtliche Aufgabe, die 2016 Marius Schmidt bis zur Wahl zum Ersten Stadtrat 2021 übernommen hatte. Nachfolger wurde Dirk Eichenauer, der mittlerweile Fachbereichsleiter wurde und den Staffelstab an Michelle Okumus weitergab. Ein Tandempartner steht dem Sportcoach zur Seite, das ist von Anfang an Lancine Diallo. Michelle Okumus freut sich: „Das wird eine schöne Aufgabe werden“. Bekannt ist sie in Lampertheim unter anderem als Koordinatorin des Aktionsplans Inklusion, der von der Aktion Mensch finanziert wurde und dieses Jahr ausläuft. In Lampertheim sei sie bestens vernetzt, erklärt sie, zum Förderprogramm gehörten Vernetzung und Austausch mit Kontakten in ganz Hessen. Einer ersten Basisschulung folgen weitere themenbezogene Schulungen. Weitere Infos auf der Homepage der Stadt Lampertheim www.lampertheim.de.
Hannelore Nowacki
Beitrag aus der Rubrik