Rollstuhl für Friedhof privat gespendet – kurzer Weg von der Idee zur Umsetzung
Trauernden den Weg zum Grab erleichtern
Rita Rose von Spenderseite und Frank Schollenberger, Leiter der Friedhofsverwaltung, am Dienstagmorgen bei der offiziellen Übergabe des privat gespendeten Rollstuhls an die Stadt Lampertheim. Die Außenstelle Hofheim koordiniert die Nutzung. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Einer privaten Initiative ist es zu verdanken, dass es nun für die Nutzung auf dem Hofheimer Friedhof einen nagelneuen Rollstuhl gibt. Zwar haben die Spender, Ortsvorsteherin Rita Rose und Bürgermeister Erich Maier eine öffentliche Funktion, doch den Rollstuhl haben sie privat finanziert, zusammen mit dem Lampertheimer Sanitätshaus, das ihn geliefert hat. Am Dienstagmorgen nahm Frank Schollenberger, Leiter der Friedhofsverwaltung der Stadt Lampertheim, den Rollstuhl an der Trauerhalle offiziell in Empfang. Die stabile Ausführung mit einer bequemen Sitzflächenbreite von 49 Zentimetern gelte als Überbreite gegenüber dem Standardmaß von 43 Zentimetern, erklärte Rita Rose. Faltbar ist der Rollstuhl auch, so dass er neben der Nutzung bei Begräbnissen auch zu Busausflügen der Kirchengemeinden mitgenommen werden kann. Rita Rose berichtet, wie sie auf die Idee kam. „Mir ist es bei Beerdigungen aufgefallen. Wenn es beschwerlich ist, zum Grab zu kommen und dort länger zu stehen, wird häufig ein Stuhl aus der Trauerhalle zum Grab mitgenommen“. Sie habe sich umgehört und auch den Bürgermeister gefragt, der sei sofort bereit gewesen sich zu beteiligen. „Ich bin froh, dass wir den Rollstuhl jetzt haben“, meinte Rose. Die Außenstelle Hofheim koordiniert die Vergabe. Schollenberger kündigte an, dass im Bereich der Trauerhalle noch ein Hinweisschild angebracht werde.