Sie sind hier: Home » Groß-Rohrheim » Fritz Ulfers aus New York unterstützt den Vogelpark mit 5.000-Dollar-Spende 
16.46 Uhr | 23. Januar 2023
SPENDE: Große Freude beim Vogelschutz- und Zuchtverein über großzügige Spende

Fritz Ulfers aus New York unterstützt den Vogelpark mit 5.000-Dollar-Spende 

Professor Friedrich Ulfers hat dem Vogelpark über seine amerikanische Stiftung 5.000 Dollar zukommen lassen, die der 1. Vorsitzende Lukas Diehl symbolisch als Scheck entgegennahm. Foto: Hannelore Nowacki

GROSS-ROHRHEIM – Als Fritz Ulfers am Sonntagmittag in den vom Schnee verzierten Vogelpark kam, wurde er schon freudig von einer Helferschar mit Kindern und dem 1. Vorsitzenden Lukas Diehl erwartet. Der Gast und Freund der Vögel aus New York traf hier auf Bürgermeister Rainer Bersch und auf die beiden Groß-Rohrheimer Vertreter Norbert Rückeis und Günther Läufer-Neeb seiner amerikanischen Friedrich-Ulfers-Stiftung. Gekommen waren auch Silke und Georg Baier, die mit Fritz Ulfers seit vielen Jahren persönlichen Kontakt pflegen, der sie bei seinen Aufenthalten in Groß-Rohrheim besucht, eine Tradition, die noch auf ihre Eltern zurückgeht. Die beiden erzählten, dass sie anlässlich eines Besuchs von Fritz Ulfers im letzten Jahr auf das Thema Vogelpark gekommen waren, wobei ihn beeindruckt habe, dass der Vogelpark ehrenamtlich betrieben wird. Den Vogelpark hatte Fritz Ulfers erstmals mit einer Spende bedacht, ganze 5.000 Dollar kamen in die strapazierte Vereinskasse. „Eine Menge Geld für uns“, sagte der Vereinsvorsitzende dankbar, „eine großzügige Spende, da kann man sich gar nicht genug bedanken“. Diehl machte deutlich, dass es ohne Spenden gar nicht gehen würde bei den Projekten, die viel Geld kosten. Die 5.000-Dollar-Spende sorge bei den rund 20 Helfern zudem für einen Motivationskick. Zwei prächtige Pfauen waren anfänglich neugierig zum Eingang geeilt und gaben als kurzes Intermezzo ein eindrucksvolles Lautkonzert. Ebenso hatten die Papageien mitbekommen, dass sich gerade etwas Außergewöhnliches ereignete und krächzten fröhlich. Was ihm am Vogelpark besonders gefällt? Auf die Frage im Gespräch mit dem TIP meinte der 88-jährige Fritz Ulfers: „Es gibt keine bösen Vögel“. In guter Erinnerung ist ihm der Spruch, den er sogleich zitierte: „Wo gesungen wird, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder“. Nicht jeder Vogel kann schön singen, doch Fritz Ulfers findet: „Es gibt immer fröhliche Laute, das will ich nicht missen“. Er hoffe, dass die Spende hilft etwas herzurichten und zu reparieren. „Ich freue mich, etwas tun zu können“. Nachdem er dem Vereinsvorsitzenden Diehl den symbolischen Spendenscheck über 5.000 Dollar überreicht hatte, war Fritz Ulfers eingeladen, mit der Helfer- und Gästeschar einen Rundgang durch die Anlage zu machen, die sich auch im Winter voller Leben präsentiert. Geschützt ist der Vogelpark gegen Fuchs, Marder und sonstige Eindringlinge durch den neuen Zaun, der letztes Jahr von der Gemeinde komplett aus dem Landeszuschuss bezahlt wurde, auch für die Winterfütterung gibt die Gemeinde einen vierstelligen Betrag, wie Bürgermeister Bersch gegenüber dem TIP berichtete. Für Fritz Ulfers war es ein Wiedersehen mit den Vögeln nach seinem Besuch hier im vergangenen Jahr. Zu tun gibt es tatsächlich viel. So müssen die maroden Dächer der beiden Volieren für die Schneeeulen und die Waldkäuze erneuert werden, ein „sehr dringendes Projekt“, wie Diehl erklärte. Als größeres Projekt in Planung nannte Diehl eine Freiflugvoliere zur Aufzucht von Enten und Gänsen, deren Küken unter freiem Himmel begehrtes Futter für die Störche und Füchse seien. Im letzten Sommer hatten sieben Storchenpaare auf dem Gelände des Vogelparks eine Bleibe gefunden und großen Appetit. Gute Nachrichten gibt es von den Nandus, die beiden überlebenden Küken sind groß geworden und haben sich prächtig entwickelt. Von Groß-Rohrheim sagt Fritz Ulfers, der in Gießen auf die Welt kam: „Ich fühle mich hier daheim“. Was seine zahlreichen Besuche belegen, aber es gibt starke familiäre Wurzeln. Seine Eltern wurden in der schönen Kirche 1934 getraut, seine Mutter war gebürtige Groß-Rohrheimerin. Aus beruflichen Gründen seien die Eltern nach Gießen umgezogen, wo der Vater in einer Konditorei Arbeit fand. 1951 wanderten die Eltern mit dem 17-jährigen Friedrich, genannt Fritz, nach USA aus. Dort wurde er Professor für Germanistik an der New York University und wohnt heute in der Bronx, die gar nicht mehr verrufen sei, wie er betont. Der Vogelpark in der Wormser Straße 19 ist täglich von 10 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt für Besucher geöffnet. Einen Geldbetrag nimmt die Spendenbox am Eingang immer gerne an.   Hannelore Nowacki 

 

Beitrag teilen Facebook Twitter
Geschrieben in Groß-Rohrheim, Lokal

Schreiben Sie einen Kommentar

3 + 8 =
10 + 3 =
2 + 6 =