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06.30 Uhr | 24. Januar 2023
MUSIKERLEBNIS: 500 Zuschauer bejubelten das „Festliche Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker“ 

Klassische Werke, Filmmusik und Gesang beflügelten die gute Laune

Die Starkenburg Philharmoniker unter der Leitung von Günther Stegmüller, der das Orchester vor 20 Jahren gründete, begeisterte das Publikum. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Auf das „Festliche Neujahrskonzert der Starkenburg Philharmoniker“ haben die Freunde schwungvoller klassischer Musik zwei Jahre lang wegen der Coronazwangspause verzichten müssen. Wie groß das Interesse und auch die Sehnsucht nach unterhaltsamer klassischer Orchestermusik ist, war am späten Sonntagnachmittag in der Hans-Pfeiffer-Halle zu erleben. 500 Konzertbesucher ließen sich mitreißen von der Strahlkraft der Klänge und einem lebendigen Programm, das von der Oper bis zur Filmmusik im besten Sinne Unterhaltungsmusik war. In Lampertheim kennt man die Starkenburg Philharmoniker unter der Leitung von Günther Stegmüller schon länger, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern, in Lampertheim gaben sie am Sonntag ihr zehntes Konzert. Insgesamt vierzehn Stücke präsentierten die Starkenburg Philharmoniker innerhalb von zwei Stunden, für die humorvollen Überleitungen sorgte in bewährter Weise Moderatorin Jutta Werbelow. Der Charme dieses Konzerts liegt in seiner gefühlten Leichtigkeit, die auch Dirigent Stegmüller dem Publikum vermittelt. All dies hat Tradition und macht die Anziehungskraft dieser Veranstaltung von „cultur communal“ der Stadt Lampertheim und der Bürgerstiftung aus. Selbst aus Frankfurt kommen Besucher, um dies zu erleben, wie Fachdienstleiter Manfred Scholz vom Fachbereich 40 Bildung, Kultur und Ehrenamt durch den Kartenvorverkauf erfahren hat. Achtzig Prozent der verfügbaren Plätze waren vergeben, nach dieser langen Pause ein Erfolg, wie Scholz gegenüber dem TIP sehr zufrieden feststellte. Bürgermeister Gottfried Störmer hieß die Konzertbesucher willkommen und begrüßte namentlich die Ehrengäste, unter ihnen die Bürgermeister aus dem Ried und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. Das Beste aus den Auftritten der letzten zwei Jahrzehnte war ins Programm aufgenommen. Mit der Ouvertüre aus der Oper „Die Macht des Schicksals“ von Giuseppe Verdi nahm das Orchester schicksalsmächtig den Faden auf. Dem Publikum in Lampertheim auch schon lange bekannt sind Sopranistin Gunda Baumgärtner und Tenor Antonio Rivera, die den begeisterten Zuschauern in ihren Spielszenen und als Solisten gesanglich zauberhafte Momente schenkten wie Gunda Baumgärtner in „Mercè, dilette amiche“ von Giuseppe Verdi. Antonio Rivera gab gesanglich auf berührende Weise kund, was Franz Lehár schon festgestellt hatte: „Freunde, das Leben ist lebenswert“. Im Duett aus „Die lustige Witwe“, ebenfalls von Franz Lehár, erlebte das Publikum die spannende Geschichte einer Annäherung, die mit einem innigen Kuss endete, alles geschehen in Paris mit Blick auf den kleinen Pavillon. Nach dem schwungvollen ungarischen „Csárdás“ von Vittorio Monti begann die halbstündige Pause – im Foyer traf man sich zu Gesprächen bei Sekt und Brezeln. Die Ouvertüre aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß leitete den zweiten Teil ein, der mit dem Duett „Im Feuerstrom der Reben“ grandios endete. Dazwischen Filmmusik und von Leroy Anderson das leichtfüßige „Fiddle, Faddle“. Auf zwei Leinwänden rechts und links der Bühne waren Großaufnahmen des Orchesters aus erhöhter Perspektive und Filmszenen zu sehen. Das jubelnde Publikum erhielt eine mehr als zehnminütige Zugabe, die mit einem Wiener Walzer zum Tanzen animierte, beim Radetzky-Marsch führte die Moderatorin eine kleine Schlange durch die Halle an. Im Sturm ausgelassener Fröhlichkeit entließen die Starkenburg Philharmoniker ihr Publikum nach Hause.   Hannelore Nowacki    

Gefühlvolles Duett mit Tenor Antonio Rivera und Sopranistin Gunda Baumgärtner – dazu ein Himmel voller Geigen. Foto: Hannelore Nowacki

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