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INKLUSION: Lebenshilfe sucht Firmen und Organisationen für die „Inklusive Ausbildung- und Jobbörse“ am 9. März

Inklusive Ausbildung- und Jobbörse

LAMPERTHEIM – Fachkräftemangel und qualifizierte Arbeitssuchende – mit der „Inklusiven Ausbildungs- und Jobbörse Lampertheim“ am 9. März von 11 bis 16 Uhr im großen Saal der Notkirche will die Lebenshilfe Lampertheim und Ried in Zusammenarbeit mit der Stadt Lampertheim Arbeitgeber und Arbeitssuchende mit körperlichen Einschränkungen zusammenbringen. Angesprochen sind zunächst die potenziellen Arbeitgeber, die Fachkräfte und Mitarbeiter suchen und mit einem eigenen Stand an dieser Jobbörse teilnehmen und sich anmelden möchten. Ziel dieser ersten inklusiven Jobbörse in Lampertheim: Menschen mit Behinderung in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Die Chancen, die passenden Fachkräfte und motivierte Mitarbeiter zu finden, schätzen die Organisatoren hoch ein. Günther Baus als Vertreter der Lebenshilfe, der Erste Stadtrat Marius Schmidt und Dr. Gernot Diehlmann, der Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung des Lampertheimer Aktionsplans Inklusion, sprachen im Rahmen eines Pressegesprächs darüber, wie es sein kann, dass es diese Lücke gibt – einerseits suchen Arbeitgeber händeringend Personal und auf der anderen Seite ist die Arbeitslosenquote mit 11 Prozent bei Menschen mit Behinderung doppelt so hoch wie allgemein. Unter den Langzeitarbeitslosen stellen Menschen mit einer körperlichen Behinderung 50 Prozent – häufig trotz guter Ausbildung und Qualifikation wie auch eine Studie zeige, die das Handelsblatt im November veröffentlichte.

Bei ihrem Online-Informationsangebot für Arbeitgeber im Vorfeld der Jobbörse wollen die Organisatoren mit den Unternehmen und Organisationen ins Gespräch kommen und über Themen wie Fördermöglichkeiten und Kündigungsschutz informieren. Denn häufig gebe es Sorge vor einer Riesenbürokratie. Für Fragen und Informationen steht den Arbeitgebern mit Peter Hördt ein einheitlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Einladung, sich an der Jobbörse zu beteiligen ist bereits an viele Unternehmen verschickt, wie Baus berichtete. Etwa zwanzig Unternehmen können sich bei der Jobbörse mit einem eigenen Stand präsentieren. Als Sponsor habe man die Volksbank Darmstadt Mainz gewonnen. Für die Unternehmen sehen die Organisatoren große Chancen, denn die Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Behinderungen hätten viel zu bieten, ob als IT-Fachkraft im Rollstuhl oder im Handwerk als Hilfskräfte.

Nach einem Herzinfarkt oder Unfall, ob die körperliche Behinderung von Geburt an besteht oder erworben ist, die Ursachen seien so vielfältig wie die Qualifikationen. Baus berichtet von guten Erfahrungen in anderen Städten mit inklusiven Jobbörsen. Völlig ohne Risiko können sich Arbeitgeber, das Team und potenzielle Mitarbeiter zum Beispiel bei einem Praktikum von einem oder mehreren Tagen kennenlernen, regt Diehlmann an. Erster Stadtrat Schmidt weiß aus der Stadtverwaltung von positiven Erfahrungen im Praktikum und bei Festanstellung: „Chancen geben lohnt sich“. Schmidt wies darauf hin, dass am Aktionsplan Inklusion fünf Arbeitsgruppen mitgewirkt haben.

Hannelore Nowacki

 

 

Information

Anmeldung mit eigenem Stand bei der „Inklusiven Ausbildungs- und Jobbörse Lampertheim“ am 9. März von 11 bis 16 Uhr in der Notkirche mit E-Mail anmeldung@lebenshilfe-lampertheim.de oder per Post an Lebenshilfe Lampertheim und Ried e. V., Saarstraße 56, 68623 Lampertheim.

Einheitlicher Ansprechpartner für Arbeitgeber (EAA) als Inklusionsfachberater ist Peter Hördt (Telefon 06253/9898124; E-Mail hoerdt@regionale-diakonie.de; Postanschrift Schloßstraße 52a, 64668 Rimbach).

Datum/Zeit
Datum - 09/03/2024
11:00 - 16:00

Ort
Notkirche

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