Neuigkeiten aus dem Magistrat – erstes Pressegespräch im neuen Jahr
Warnung vor Giftködern in Hofheim
Gleisdreieck – hier sollen einmal Wohnhäuser gebaut werden. Archivfoto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die Warnung vor Giftködern stand beim ersten Magistratspressegespräch im neuen Jahr an erster Stelle. Im Feldbereich Bibliser Weg waren höchstwahrscheinlich Giftköder ausgelegt worden, die Bevölkerung wird daher gebeten, in diesem Bereich Kinder nicht unbeaufsichtigt zu lassen und Hunde an der Leine zu führen. Mittlerweile sind vor Ort Warnschilder aufgestellt worden. Stefan Nickel, Pressesprecher beim Magistrat und Leiter des Fachbereichs 10 (Einwohnerservice, Steuerung und zentrale Dienstleistungen) wies darauf hin, dass verdächtige Beobachtungen oder Funde bei der Ordnungsbehörde der Stadt Lampertheim (Telefon 06206/935271) oder der Polizeistation Lampertheim-Viernheim (Telefon 06206/94400) gemeldet werden können.
Die amtliche Einwohnerstatistik weist seit dem 1. Januar 2010 für Lampertheim einen Bevölkerungszuwachs von 321 Personen auf insgesamt 31.490 Einwohner mit Hauptwohnung aus. 909 Zuzügen stehen 678 Fortzüge gegenüber. Die zum Stichtag 30.06.2012 festgestellte Einwohnerzahl von 31.527 wurde aufgrund der Ergebnisse des Zensus 2011 nachträglich auf 31.285 Einwohner amtlich korrigiert. 223 Neugeborene wurden gemeldet, darunter 128 Jungen und 95 Mädchen. 397 Todesfälle waren zu verzeichnen, zwölf mehr als im Vorjahr. 161 Paare trauten sich. Lebenspartnerschaften gab es nicht, im Vorjahr waren es zwei. Die Zeichen stehen in Lampertheim aktuell erkennbar auf Bevölkerungszuwachs, wie Bürgermeister Gottfried Störmer sichtlich zufrieden feststellte. Entsprechend sollen zügig weitere Baugebiete ausgewiesen werden. Das Gleisdreieck habe hohe Priorität. Wie Erster Stadtrat Jens Klingler erklärte, kann es bis zum ersten Spatenstich noch eine Weile dauern, da vorher zu beschließen sei, ob die Stadt Eigentümerin der Grundstücke werde oder nicht. Von einem Beschluss bis zum Baubeginn sei mit einem Zeitraum von einem bis anderthalb Jahren zu rechnen. Bürgermeister Störmer teilte mit, dass der Kreis Bergstraße der Stadt Lampertheim weitere Flüchtlinge aus Somalia zugewiesen habe. Für diese müsse die Stadt zur Unterbringung Wohnraum zur Verfügung stellen oder privaten, möblierten Wohnraum zur Verfügung stellen. Zehn Somalier seien bereits seit September da, sechs weitere somalische Männer seien nächste Woche zur Unterbringung zugewiesen. Der Kreis führe bereits Gespräche mit potenziellen privaten Vermietern. Mit dem Ziel der Effizienzsteigerung wurden zum Jahresbeginn im neu gegründeten Fachbereich Gebäudemanagement mit den beiden Fachdiensten Gebäudebewirtschaftung und Gebäudetechnik alle bisher dezentralen Bereiche zusammengefasst. Durch Umzug in andere Räume und Gebäude sind mehrere städtische Dienststellen betroffen, deren telefonische und elektronische Erreichbarkeit jedoch unverändert ist. Umgezogen sind Stadtarchiv, Telefonzentrale, Paketanlieferung, Mieterverwaltung, Hochbau, Energieberatung, Versicherungsangelegenheiten, Schadensfälle und Datenschutz, der Sozialverband VdK als externe Einrichtung, die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Liegenschaften, Erbbau und landwirtschaftliche Verpachtungen sowie An- und Verkauf Grundstücke, Stadtmarketing und Soziale Sicherung. Hannelore Nowacki
Information
Große Erfolge sind im vergangenen Jahr bei der biologischen Stechmückenbekämpfung
Dies geht aus dem Jahresbericht 2013 für das Gebiet am Oberrhein in Hessen hervor, dessen Kapitel für den Bereich Lampertheim bis Groß-Rohrheim vom Regionalleiter Diplom-Biologe Dirk Reichle verfasst wurde. 60.000 Euro habe die Stechmückenbekämpfung gekostet. Im Vergleich zur heutigen Lebensqualität erinnerte Bürgermeister Störmer an frühere Zeiten, als die Stechmücken bei Anbruch der Dämmerung massenhaft aktiv wurden. Auf großen Wasserflächen wurde das Eisgranulat mit dem Hubschrauber ausgebracht, teilweise wurde in den Brutgebieten die Handbekämpfung durchgeführt. Beste Brutbedingungen fanden die Hausschnaken wieder in Hofheim vor, wo mehrere großflächige Zu-Fuß-Einsätze nötig waren. Viele Flächen wie der Lampertheimer Bruch mussten mehrfach behandelt werden. Bei den Einsätzen wurden 974,78 Kilogramm B.t.i.-Eisgranulat und 1.425,50 Kilogramm Sandgranulat verbraucht. Die stark vergrößerte Bekämpfungs- und Kontrollfläche führte zu mehr Personaleinsatz – zeitweise waren 2013 bis zu neun Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der KABS (Schnakenwehr) im Bereich Lampertheim mit der Bekämpfung der Hausschnakenbrutstätten betraut. Auch Privatleute sollten auf ihren Flächen mögliche Brutstätten im Blick haben, regte Störmer an. Hannelore Nowacki