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  • Do., 02. Juli 2015, 13:24 Uhr
    Bibliser Jahrgang 1938 auf Tagesausflug in Bad Kissingen

    Auf den Spuren des europäischen Hochadels

    Zeigte sich vom Flair und der Geschichte Bad Kissingens beeindruckt: Der Bibliser Jahrgang 1938. Foto: oh


    BIBLIS - Kaiserwetter in Bad Kissingen. Der Arkadenbau am Kurtgarten entfaltet seine stille Größe und verströmt italienisches Flair. Die Wedel der Palmen wiegen sich im Wind. Fast könnte man meinen, im Land zu sein, „wo die Zitronen blüh'n“. Für den über die Autobahn und das Kinzigtal angereisten Bibliser Jahrgang 1938 beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Tagesausflug.

    Nach der Ankunft wurde zunächst eine Mittagspause im Kurgarten-Café, eines der schönsten Cafehäuser in Bayern, eingelegt. Danach erlebte der Jahrgang Bad Kissingen aus einer besonderen Perspektive. Mit dem „Kurbähnle“, einer weiß-blauen Miniatureisenbahn, wurden die interessantesten Plätze der Stadt angefahren. Ein

    Stadtführer informierte dabei über den Luitpold-Park mit seinen über 30 Rosensorten, die KissSalis Therme, die zahlreichen Denkmäler, die russisch-orthodoxe Kirche und den Arkadenbau, den König Ludwig I. von Bayern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dem Städtchen an der fränkischen Saale geschenkt hatte und so dazu beitrug, dass sich der Ort mit seinen Heilquellen zu einem Kurbad von Weltruf entwickelte. Bei einer Unterbrechung der Fahrt an dem Gradierbau, der von einer Heilquelle gespeist wird, konnte die spezielle Luft der Sole eingeatmet werden. Wen wundert's, dass die Mitglieder der russischen Zarenfamilie, Kaiser Franz Joseph von Österreich und Kaiserin Elisabeth, besser bekannt unter dem Namen „Sissi" und auch Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck hierher zur Kur kamen.

    Das Kurkonzert am Nachmittag in der Wandelhatte des Regentenbaues war ein Erlebnis. Musik gehört seit Bestehen des Bades zum Kurleben. Nicht umsonst wird Bad Kissingen auch als „Musikbad" bezeichnet. Schon auf den ältesten Darstellungen sieht man Musikanten, die den Gästen im Bad aufspielen. Die Vielfalt der Musik auf einem hohen künstlerischen Niveau zu erleben, hat alle begeistert. Das Kurorchester findet man auch im Guiness Buch der Rekorde, weil das Ensemble die meisten Auftritte pro Jahr absolviert.

    Am Abend führte die Fahrt über den Spessart wieder zurück in die Heimat. Manch einer wird bestimmt wegen der Geschichte der Stadt oder als Kurgast wieder kommen. zg

     

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