BUZ: Um Eidechsen und anderen Tieren Möglichkeiten zum Unterschlupf zu bieten, bittet der NABU jetzt um Steinspenden. Gesucht werden Sandsteine, andere Natursteine und kleinere Mengen Tonziegel. Foto: NABU
LAMPERTHEIM - Im vergangenen Sommer hat die Lampertheimer Ortsgruppe des NABU einen Ackerstreifen im Gebiet „Auf der Heide“ kaufen können. Neben der ehemaligen Storchenstation und der Sandgrube Feuerstein kommt mit dem neu erworbenen Gelände ein drittes großes Projekt auf die Liste des Naturschutzbundes. Hier soll nun mit einem Sandrasen ein weiteres Biotop entstehen. Der Namen jedoch täuscht. Sand- oder Magerrasen sind alles andere als mager, wenn es um die Arten- und Ökosystemvielfalt geht. Diese Böden zählen sogar zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften Mitteleuropas, gerade weil sie so mager, sprich nährstoffarm sind. Da hier Stickstoff liebende Gewächse wie Löwenzahn oder Brennnesseln nicht wuchern, kann sich ein abwechslungsreiches Mosaik aus verschiedenen Pflanzen entwickeln. Dass heute im Land nur noch fünf Prozent der Sandrasenflächen von vor 100 Jahren übrig sind, macht klar, wie dringend die Entwicklung des Geländes ist. Besonders Sonnenanbeter, wie Eidechsen fühlen sich dort besonders wohl. Um ihnen und anderen Tieren Möglichkeiten zum Unterschlupf zu bieten und das Gelände vielseitig zu gestalten, bittet der NABU jetzt um Steinspenden. Gesucht werden Sandsteine, andere Natursteine und kleinere Mengen Tonziegel. Nach Absprache könnten die Steine abgeholt oder nach in Augenscheinnahme durch einen NABU-Beauftragten direkt auf dem Gelände abgeladen werden. Nähere Infos gibt Andrea Hartkorn, Tel. 06206-3728 oder per Mail: info@nabu-lampertheim.de. zg