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Di., 11. Februar 2014, 10:41 Uhr
Belebtes Universum in der Hans-Pfeiffer-Halle / Tanzvorführungen und Büttenreden sorgen für kurzweiligen Abend
Raketenstarke „Galaktische Abenteuer“ des 1. CC Rot-Weiß
Für die galaktischen Abenteuer war der Elferrat des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß bestens gerüstet. Den Saturn hatten die Narren bereits umringt und die Erde hatte endlich ihre Narrenkappe auf dem Nordpol. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Gibt es im Universum Leben? Eine Frage, die nun beantwortet werden kann. Mit einem dreifach donnernden Ja! „Die galaktischen Abenteuer des 1. CC Rot-Weiß Lampertheim“ haben es bewiesen. Als Erkennungszeichen dient in den galaktischen Weiten wie auch bei der Prunksitzung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß (CCRW) das fröhlich zu rufende „Helau“, gerne auch häufig und dreifach donnernd. Bei Zufriedenheit mit den gebotenen Abenteuerreisen zündet man im Universum Raketen. Der Elferrat, der die Brücke der Raumstation im Griff hatte, gibt üblicherweise das Kommando. Von enormer Schubkraft angefeuert, bebte dann das Universum, in diesem Fall die Hans-Pfeiffer-Halle. Mehr Leben geht wirklich nicht.
Dabei fing die Abenteuerreise auf der Erde in fastnachtlicher Tradition mit dem Einmarsch aller Aktiven an. Sitzungspräsident Markus Gutschalk begrüßte die zahlreichen mitreisenden Narren und Närrinnen in der Halle, die sich sodann bis zur Zwischenlandung in der Pause Stunden später mit Tanzvorführungen und Büttenreden kurzweilig unterhalten ließen. Für einen Zwischenstopp war Stadtprinzessin Teresa I. aus Bürstadt mit Hofstaat angereist. Hervorragend trainiert zeigten die Funkengarde, die Minigarde und die Juniorengarde tolle Leistungen.
Ilonka Grosch zeigte sich als Frau Schnadderich in der Bütt mit dem ADAC und der NSA unzufrieden. Foto: Hannelore Nowacki
Ein bezauberndes Erlebnis war die Vorführung der Minigarde. Stadtprinzessin Sally I. legte zum Tanzen in der Funkengarde ihr prächtiges Kleid ab, nicht aber die Krone. Der kleine Gardeoberst Fabio Bauer beeindruckte mit purzelbaumschlagender Choreografie und Charme. Sophia Karb und Sophie Bauer federten schwungvoll als Tanzmariechen über die Bühne. „We will rock you“ frohlockten tänzerisch die „Sunflowers“, die mit Hans Heilmann vom Elferrat einen beweglichen Herrn in ihre Reihen aufgenommen hatten. Stefan Gutschalk machte sich als schöner Mann in der Bütt Mut, überzeugte das Publikum jedoch eher durch Humor. Bevor Ilonka Grosch als Frau Schnadderich in die Bütt stieg, half ihr Helmut Hummel aus der ersten Zuschauerreihe als zupackender Mitreisender auf die Bühne zu rollen, alles nur wegen ihrer Treppenphobie. In der Bütt angekommen, gab sie dem horchenden NSA einen Hinweis: „Der Lauscher an der Wand hört stets seine eigene Schand“. Dem ADAC empfiehlt sie als vertrauensbildende Maßnahme den TÜV. Über Pferdefleisch hingegen will sich Frau Schnadderich nicht erregen, in der italienischen Salami sei es ja schon immer gewesen. Ein köstliches „Dinner for One“ servierte ein Prinzenpaar-Team vom Carneval Club Eich.
Die Minigarde begeisterte mit erstaunlichen Leistungen. Foto: Hannelore Nowacki
Nach der Pause kamen die galaktischen Abenteuer Schlag auf Schlag, eine Rakete war gezündet, da folgte schon die nächste. Der Elferrat hatte sich außerirdisch in Schale geworfen, um die fantastischen Abenteuer zwischen Saturn und närrischer Erde zu steuern. Das Hallenpublikum raste vor Vergnügen und verlangte Zugaben. „Stattgegeben“ kam der Befehl von der Brücke. Karneval in Venedig zelebrierten die närrischen Ballettbrüder aus Mommenheim mit stilsicherem Tanz und weißen Masken. Elferratsmitglied Frank Bauer funkte als Büttenredner zum ersten Mal Witze ins All. Ein Höhepunkt galaktischen Ausmaßes war mit dem Einzug der Büchenauer Guggenmusik „Die Basselschorra“ erreicht. Jeder Ton ein Signal der guten Laune, die Musik ein überirdischer Genuss. Und dann wie von einem anderen Stern – die Showtanzgruppe „Galaxy“ aus Eich mit „Summerfeeling - wundervolle Choreografie und Eleganz. Die Playback singende Rosi Deluxe, die von Rainer Anthes unverwechselbar verkörpert, hatte die außerirdischen Clowns von „Fantasy“ am Rockzipfel. Was trägt der Mann unter dem Schottenrock? Die tanzenden L.A.-Hopser des CCRW-Männerballetts zeigten Bein bis oben hin. Magisches Leuchten, geheimnisvolles Blinken im All: Die moderne Funkengarde nahm nicht nur das Publikum für sich ein, die Gardistinnen enterten auch die Kommandobrücke des Elferrats. Zu guter Letzt machte das „Spacetaxi“ mit singender Dreier-Besatzung halt, in aufgekratzter Stimmung auch Captain Spock mit spitzen Öhrchen. Die Bar im Foyer mit DJ Christopher war nach dem Finale Endstation im Universum. Hannelore Nowacki