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  • Fr., 25. September 2015, 08:20 Uhr
    Evangelische Gemeinde übergibt Erlös aus „Kick mit Herz“

    1.000 Euro für Deutschkurse des „Netzwerks Asyl“

    Edith Appel-Thomas (2.v.r.) und Pfarrer Dirk Greverus (3.v.r) übergaben die Spende der Evangelischen Gemeinde an Pfarrer Peter Kern, der den symbolischen Scheck gerne, stellvertretend für das „Netzwerk Asyl“, in Empfang nahm. Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT - Wie jedes Jahr feierte die evangelische Gemeinde im Juni ihr beliebtes Gemeindefest. Viele Helfer hatten wieder mitangepackt und sorgten dafür, dass sich die Gäste auf dem zweitägigen Fest mit Musik und Speis und Trank so richtig wohlfühlten. Während sich die Gemeinde dann bei den Ehrenamtlichen am vergangenen Mittwochabend mit einem Helferfest bedankte, übergab sie gleich am nächsten Mittag auch gerne den Erlös aus der Aktion „Kick mit Herz“. Zum ersten Mal waren Bürstädter "VIPs", im öffentlichen Leben stehende Personen, auf dem Gemeindefest eingeladen, sich am Promi-Torwandschießen zu versuchen- für jeden Nichttreffer zahlten die Promis, für jeden Treffer zahlte die Gemeinde 10 Euro. Auch beim anschließenden Jedermann-Schießen wanderte zusätzlich Geld in das Sparschwein, die Gemeinde rundete den Betrag dann auf 1000 Euro auf und übergab den symbolischen Spendenscheck an Pfarrer Peter Kern, der den Scheck im Namen des "Netzwerk Asyl“ entgegen nahm. „Wir wollten einen konkreten Beitrag leisten und mit der Spende die Deutschkurse mit ermöglichen“, betonte Pfarrer Dirk Greverus, denn niemand könne das alleine bewältigen, alle müssten sensibel werden. „Die Deutschkurse müssen finanziert werden. Da es offiziell keine Gelder dafür gibt, sind wir auf Spenden angewiesen“, berichtete Michael Held vom Netzwerk Asyl. Derzeit finden vier Kurse, geleitet von den beiden Studentinnen Victoria Dewald und Nada Markovic statt. Nach einem Einstufungstest wurden die Teilnehmer je nach Sprachkenntnissen eingeteilt. Ein fünfter Kurs ist in circa einem Monat geplant, da in den nächsten Tagen neue Asylbewerber nach Bürstadt kommen. Derzeit leben rund 160 Flüchtlinge in der Sonnenstadt. „Unser Ziel ist es, einen flächendeckenden Deutschunterricht für alle anzubieten“, betonte Held, „Ohne Grundkenntnisse der Sprache bekommt niemand einen Job“, und das ist erklärtes zweites Ziel des Netzwerks, die Menschen in Arbeit zu bringen. Damit die Flüchtlinge ihre Deutschkenntnisse vertiefen und ergänzen können, hat das Netzwerk Unterstützung von einigen Sprachpaten, die bei den Hausaufgaben helfen und mit ihren Schützlingen die deutsche Sprache praktizieren, eben da helfen, wo es hakt. „Das ist eine sehr wichtige und intensive Art der Unterstützung, aber dennoch überschaubar. Solche Leute suchen wir“, meinte Held und lädt alle Interessierten zur nächsten Infoveranstaltung in das Gemeindezentrum St. Michael ein. Am 16. Oktober um 15 Uhr gibt es dort für alle Interessierten ein Treffen zum Thema Sprachvermittlung. Eva Wiegand

     

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