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  • Di., 28. Juli 2020, 08:51 Uhr
    Gesangsverein freut sich dennoch über 800 Euro Spende der Bürgerstiftung Biblis 

    100. Jubiläum des MGV Liederkranz - leider ohne traditionelles Waldfest

    800 Euro spendete die Bürgerstiftung zum 100. Jubiläums des MGV Liederkranz an den Verein. Von links: Walter Kunz, Wolfgang Gaspar, Klaus Maltry, Alfred Kappel, Rainer Tiede und Britta Spatz. Foto: Eva Wiegand


    BIBLIS - Eigentlich hätte das Waldfest der MGV Liederkranz in diesem Jahr unter einem ganz besonderen Zeichen gestanden. Der Gesangsverein feiert 2020 sein 100jähriges Bestehen. Das hätten die Sängerinnen und Sänger nur zu gerne mit ihren vielen Gästen im Wald gefeiert. Doch leider kam es aufgrund der Corona Pandemie ganz anders: Das Fest konnte, wie viele andere Veranstaltungen, nicht stattfinden, berichtete der Vorsitzende Manfred Gaspar im Rahmen eines Pressegesprächs im Wald - genau dort, wo sonst das Waldfest gefeiert wird. Anlass des Treffens war eine großzügige Spende der Bürgerstiftung, die eigentlich im Rahmen des besagten Jubiläums-Waldfestes hatte übergeben werden sollen. „Gleich zu Anfang des Jahres haben wir von der Bürgerstiftung entschieden, den MGV Liederkranz in seinem ganz besonderes Jubiläumsjahr mit einer Spende zu unterstützen“, berichtete Britta Spatz, Vorsitzende der Bürgerstiftung. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Stiftungsrats, Alfred Kappel, brachte sie einen Scheck in Höhe von 800 Euro mit. „Für die Vereine ist es sehr schwer geworden in dieser Situation. Deshalb wollten wir nicht langer warten mit der Übergabe“, informierte Spatz. Geplant war, das Geld in die Ausstattung für die Konzerte im Jubiläumsjahr zu investieren. Ob es in diesem Jahr allerdings überhaupt noch ein Konzert geben wird, steht in den Sternen. „Wir müssen schauen, was geht und was nicht. Das ändert sich ja wöchentlich. Dieses Jahr wird es aber wohl kein Konzert mehr geben“, meinte auch der Vorsitzende, denn erst seit Kurzem sind Chorproben überhaupt wieder möglich. In Bezug auf das Weihnachtskonzert sei der Vorlauf eigentlich zu knapp, gut ein Vierteljahr vor dem Konzert müsste der Chor mit den Proben starten. Problematisch sei auch das fehlende „Training“ für die Sängerinnen und Sänger. „Es gehört einfach Übung dazu. Das ist wie beim Radfahren. Wenn man lange nicht gefahren ist, wird man unsicher und es dauert, bis man wieder eine ähnliche Qualität erreicht“, erklärte Gaspar. Problematisch sei aber nicht nur die Tatsache, dass die Sängerinnen und Sänger schon lange nicht mehr geprobt haben. Obendrein können die Proben nur unter ganz  bestimmten Voraussetzungen stattfinden. So birgt der geforderte Abstand zwischen den Sängern von mindestens drei Metern weitere Probleme in sich. „Den großen Raum hat man ja vielleicht noch, aber es ist wichtig, dass man sich auch gegenseitig hört und aufeinander eingeht“, betonte der Vorsitzende. Das sei bei einem Abstand von drei Metern allerdings nicht möglich und auch für den Chorleiter kaum zu überbrücken. Große Freude herrscht beim MGV Liederkranz in diesem besonderes Jahr allerdings über die Auszeichnung mit der Zelter-Plakette, der höchsten deutschen Auszeichnung für Amateurchöre. Der Bundespräsident verleiht sie alljährlich an Chöre, die „seit mindestens 100 Jahren ununterbrochen musikalisch wirken und sich in langjährigem Wirken besondere Verdienste um die Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes und damit um die Förderung des kulturellen Lebens erworben haben“, heißt es auf der Internetseite des deutschen Chorverbands. „Am 31. Oktober hätte eigentlich unser Vereinsabend stattgefunden. Da wäre die Auszeichnung mit der Zelter Plakette in diesem Rahmen natürlich toll gewesen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt“, meinte der zweite Vorsitzende Klaus Maltry. Das wäre wenigstens ein kleines Trostpflaster. Wie es nun nach einer einmaligen Probe im Freien am Waldfestplatz weitergeht, wissen die Sängerinnen und Sänger ebenfalls nicht. Auch hier gilt: es wird nicht einfach und der MGV Liederkranz muss schauen, was möglich ist und was eben leider nicht. Eva Wiegand

     

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