Blut spenden rettet Leben – 15.000 Blutspenden jeden Tag in Deutschland benötigt
101 Blutspender bei der DRK-Blutspendeaktion
Stefanie Hagemann findet es ganz selbstverständlich Blut zu spenden und tut dies gerne in Gesellschaft. Diesmal war ein Arbeitskollege als Erstspender mitgekommen. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Im großen Saal des Pfarrzentrums St. Michael herrschte am Dienstagabend reges Treiben, fast alle Liegen waren belegt. Dem Aufruf zur Blutspendeaktion des DRK-Blutspendedienstes waren diesmal 109 Menschen aus Bürstadt und Umgebung gefolgt. Zehn Erstspender waren gekommen, das freute Bereitschaftsleiterin Lisa Wißing und den zweiten Vorsitzenden der Ortsvereinigung des Deutschen Roten Kreuzes Siegfried Schack am Empfang ganz besonders. Denn auch unter den Blutspendern wird Nachwuchs gebraucht. Vier Ärzte waren vor Ort, die alle Spendewilligen untersuchten und acht aus verschiedenen Gründen nicht zur Blutspende zulassen konnten. Denn es geht auch um das Wohlbefinden und die Gesundheit der Spender. Zwei Blutspender wurden geehrt - für zehn Mal und sehr beachtliche 75 Mal Blutspenden. Sie erhielten eine Urkunde mit Ehrennadel und ein Präsent. Die 29-jährige Stefanie Hagemann aus Bürstadt lag entspannt auf der Liege, als die nette Mitarbeiterin des Entnahmeteams die Nadel ansetzte. Schon 19 Mal habe sie Blut gespendet, erzählte sie im Gespräch mit dem TIP, während das Blut in den transparenten Beutel lief. Als erfahrene Spenderin „pumpte“ sie fleißig, dann gehe es schneller erklärte sie. Mit der exakt gemessenen Zeit von 4,52 Minuten hatte sie einen Spitzenwert erreicht. Auch sieben Minuten für eine ganze Beutelfüllung sind noch sehr gut, meinte die DRK-Mitarbeiterin. Früher habe sie mit mehreren Freunden den Blutspendetermin als Abendevent besucht, heute habe sie einen Arbeitskollegen überzeugt mitzukommen, der sei Erstspender. Eine Stunde vor Schluss hatte Bereitschaftsleiterin Wißing noch die Hoffnung, dass es noch 120 Blutspender werden könnten. Warum kamen nicht 140 oder 150 Spender wie sonst? Man weiß es nicht. Auch bei Blutspendeaktionen in den letzten beiden Wochen in der Region sei es nicht anders gewesen. Dabei habe das Blutspenden für den Spender durch den Gesundheits-Check Vorteile, erklärte Schack. Ein sehr appetitlicher Duft nach Gulaschsuppe war schon am Eingang wahrnehmbar – diese Köstlichkeit in Metzgerqualität gab es nach der Blutspende bei den zehn ehrenamtlich tätigen Damen der Sozialabteilung. Auf Wunsch waren auch belegte Brötchen erhältlich. Mit viel Liebe zum schönen Detail waren die Tische weihnachtlich mit Tannengrün und Christrosen dekoriert, hier und da lachte ein Schneemann. Zum Abschluss hatten die Blutspender am Tisch von Kirk Bufford die Wahl unter mehreren Schokoladensorten. Insgesamt waren zwanzig ehrenamtliche Kräfte der DRK-Ortsvereinigung Bürstadt im Einsatz. Der nächste Blutspendetermin in Bürstadt ist am 14. Februar 2017 in der Erich-Kästner-Schule. Hannelore Nowacki