Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 25. Juni 2018, 16:41 Uhr
    Familiengottesdienst, buntes Sommerfest und festliches Konzert

    150 Jahre Domkirche – ein ganzer Sonntag im Zeichen der Freude

    Das Musical „Noah“ mit nachdenklichen und humorvollen Aussagen zur aktuellen Lage der Umwelt begeisterte die Gottesdienstbesucher. Alle Tiere haben mit Noah und seiner Familie in Arche Platz gefunden. Foto: Hannelore Nowacki


     

    LAMPERTHEIM – Alle waren gekommen, um gemeinsam mit der Lukasgemeinde das 150-jährige Jubiläum der Domkirche mit einem Familiengottesdienst zu feiern. Am Ende gingen alle durch den großen Regenbogen hinaus in den Sommer. Pfarrerin Sabine Sauerwein begrüßte die Gottesdienstbesucher aus den Nachbargemeinden, von der Martin-Luther-Gemeinde und von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Lampertheim. In der voll besetzten Domkirche wurden die Gesangsbücher knapp und auch Stehplätze waren begehrt. Zum Singen einfach beim Sitznachbarn ins Gesangbuch schauen, war die spontane Empfehlung. Auf lila Handzetteln, die Farbe der evangelischen Kirche, waren die Mitwirkenden genannt und der Ablauf beschrieben. Kantorin Heike Ittmann ließ die Orgel zum Einzug erklingen, später hatte das neue Trompetenregister Premiere. Pfarrer Adam Herbert oblag die Eingangsliturgie, die vom Vogel handelte, der ein Haus gefunden und der Schwalbe, die ein Nest für ihre Jungen hat. „Wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt“, war die biblische Schlussfolgerung. Aus dem ersten Brief des Petrus las Lektorin Elke Rectanus in kindgerechter Sprache, wie sie angekündigt hatte. Um Jesus als „kostbarer Eckstein“ im Hause Gottes ging es und darum, nach Gottes Wort zu leben. Das Sinnbild des Steins nahm Pfarrerin Sauerwein in ihrer Predigt wieder auf, um festzustellen, dass der Stein auch für Festigkeit und Beständigkeit stehe. Das Haus Gottes sei eine ewige Baustelle, „zumindest hier auf Erden“, erklärte sie. Nach der Zerstörung der Domkirche im 2. Weltkrieg hätten die Lampertheimer zum Werkzeug gegriffen und ihre Kirche wieder aufgebaut. Im Mittelpunkt stand die Aufführung des Musicals „Noah“ unter der Gesamtleitung von Andrea Hintz-Rettenmaier mit den Kinderchören Piano und Mezzoforte sowie vielen jungen Solisten, die der Familie und Freunden von Noah und auch den Tieren eine Stimme gaben. Instrumental wurde die Aufführung von Heike Ittmann (Orgel), Peter Schnur (Piano), Joachim Sum (Gitarre), Jonas Wichert (Schlagzeug) und Carolin Gilbers (Flöte) begleitet. An einer entscheidenden Stelle des Musicals übernahmen die Zuschauer mit eigenem Beitrag im großen Chor der Tiere eine wichtige Rolle – eine gelungene Geräuschszenerie wie im Urwald erfüllte das Kirchenschiff. Pfarrerin Sauerwein hatte die Gottesdienstbesucher darauf vorbereitet, als sie anregte, sich in den nächsten zehn Minuten der Vorführung zu überlegen, welches Tier sie sein könnten. In der biblischen Erzählung gab es für die Arche Noah nach dem großen Regen ein Happy End und die Taube kehrte mit einem Olivenzweig von ihrem Ausflug zurück. Von der Empore entfaltete sich der Regenbogen. „Gott hat uns einen Regenbogen geschenkt“, freuten sich die Geretteten. Damit es auch für die heutige Menschheit und zukünftige Generationen auf Erden glücklich weitergeht, müssen sich die Menschen anstrengen, wie die Kinder anschaulich zeigten. Begeisterter Applaus belohnte die Kinder und Pfarrerin Sauerwein sagte mit Blick von der Kanzel: „Heute ist tierisch was los“ und lobte die Kinder: „So viel Herz und Rhythmus habt ihr reingebracht“. In den Fürbitten, wandte sich Pfarrer Sven Behnke an Gott, der die Fülle der Tiere und Pflanzen bewahren möge und aufbaue, was in Trümmern liegt. Gemeinsam sangen Kinderchöre und Gemeinde das Lied „Ein bunter Regenbogen“, dessen Text auf dem Handzettel zu lesen war. Nach dem Segen und Orgelnachspiel waren alle zum Besuch des Sommerfestes im Innenhof der Notkirche eingeladen. Am Abend begeisterten drei Posaunenchöre aus Heddesheim, Lampertheim und Viernheim das Publikum mit ihrem Programm und außergewöhnlichem Klangerlebnis in der voll besetzten Domkirche. Jens Uhlendorff präsentierte die Uraufführung seiner „Raumspiele“ 3 und 4. Hannelore Nowacki

    Jens Uhlenhoff dirigierte die drei Posaunenchöre und Jungbläser in der „Kurzen Intrade“. Foto: Hannelore Nowacki


     

     

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2