Sandsteinplatten an der Domkirche werden am Jubiläumstag enthüllt
„150 Jahre sind schon etwas ganz besonderes“
Die zum Domjubiläum von Bildhauer Holger Schinz-Sauerwein gefertigten Sandsteinplatten geben Auskunft über die wichtigsten Daten zur Kirche. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – Am vergangenen Donnerstag begrüßte Pfarrerin Sabine Sauerwein die Gemeinde im Namen ihrer Kollegen und des Kirchenvorstandes an einer eher ungewöhnlichen Stelle: am Eingang zur Domkirche. Denn dort wurde das erste Geschenk für den Dom, die zum 150jährigen Jubiläum des Gotteshauses von Steinbildhauer Holger Schinz-Sauerwein angefertigten Sandsteinplatten, enthüllt. Diese sollen Auswärtigen die wichtigsten historischen Daten zum Dom vermitteln. Die schön ausgeführten und schlichten Angaben geben Auskunft über die Einweihung im Jahre 1868, die Zerstörung in 1944 sowie die Wiedereinweihung im 1956. Am eigentlichen Geburtstag der Domkirche, dem 18. Oktober, passe, so die Pfarrerin, auch die Losung der Evangelischen Kirche: Was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre (1.Korinther 10,31). „Unsere Dankbarkeit, unser Stolz soll der Ehre Gottes zu Gute kommen. So verstehen wir auch die folgenden Festtage.“ Schließlich ergriff Herbert Eichenauer, Vorsitzender des Fördervereins Domkirche Lampertheim e.V., das Wort. Der Förderverein hatte die Sandsteinplatten gespendet und gratulierte seinem Förderkind. 26 Jahre habe der Förderverein den Dom bisher finanziell begleitet und in 25 Jahren mit rund 500.000 Euro für Reparaturen, Instandhaltung und Inventar, 250.000 Euro davon alleine für Orgel und Register, unterstützt. „Das ist eine stolze Summe. Ganz herzlichen Dank an unsere Mitglieder“, so Eichenauer und wünschte der Kirche alles Gute für die Zukunft. Noch weitere Geburtstagsgeschenke durfte die Pfarrerin entgegennehmen. Die Volksbühne überreichte einen 5.000 Euro Scheck und machte damit ihre Verbundenheit deutlich. „1950/51 haben unsere Vorfahren das Stück „Jedermann“ in der ausgebombten Kirche aufgeführt“, blickte der Volksbühne-Vorsitzende, Klaus Jenner, zurück. 1947 sei die Notkirche eingeweiht worden. “Das war unser Glück, denn sie ist seit Jahren unser Domizil und hat für viele, viele gute Stunden und großen Erfolg gesorgt“, brachte Jenner seine Dankbarkeit zum Ausdruck. In die Reihe der Gratulanten reihte sich auch die Nachbarschaft der Siebenbürger Sachsen, die sich vor zehn Jahren in der Domkirche gegründet haben. Der kleine Verein überreichte den stolzen Betrag von 800 Euro. Anschließend kamen die Anwesenden zu der „Happy Birthday Dom“-Geburtstagsandacht in der Kirche zusammen. Hier wirkten die Konfirmanden mit, die die Andacht mit Vikarin Jasmin Setny vorbereitet hatten. Eva Wiegand