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  • Fr., 08. Mai 2020, 10:25 Uhr
    Initiative „Wir sind Bergstraße”: Aktion endet am 20. Mai

    25.000 Masken für den guten Zweck

    Die Initiative „Wir sind Bergstraße” nähte insgesamt 25.000 Masken für den guten Zweck. Foto: oh


    KREIS BERGSTRASSE – Das Warten, und Nichtstun in Quarantäne bewegte im März hunderte Bergsträßer nach einem Aufruf in der lokalen Presse ihre Mitarbeit und Unterstützung anzubieten. Alle beschäftigte der Notstand von fehlender Schutzkleidung bei Ärzten und Pflegepersonal.

    Der Aufruf in der lokalen Presse am 24. März richtete sich an alle, die bereit waren, Stoffmasken für Pflegepersonal und Ärzte zu nähen. Die Resonanz war überwältigend, so Dr. Bianca Scholz und Annalena Homa, Initiatorinnen der WIR SIND BERGSTRASSE (WSB) Initiative. Innerhalb von nur 2 Tagen bildete sich ein engagiertes Team von Freiwilligen. Immer neue Ideen sorgten für die prompte Umsetzung in einem immer größeren Netzwerk an der Bergstraße. 

    Ein in Kooperation mit dem Heppenheimer Stoffgeschäft „Hereinspaziert“ erstelltes Tutorial in youtube und eine schnelle Verteilung der Information über eine eigene Facebookseite sorgte für eine täglich wachsende Anzahl von Helfern und Unterstützern. In nur 14 Tagen konnte das Ziel erreicht werden, sämtliche Alten- und Pflegeheime und Pflegedienste im Kreis Bergstraße mit 14.000 Masken zu versorgen. Über den Zeitraum von 21 Tagen wurden weiterhin täglich circa1.000 Masken genäht und immer wieder neue Stoffpakete von ehrenamtlichen Helfern mit Nähanleitung für die 500 freiwilligen Näherinnen, bestehend aus Stoff, Gummi und Nasenbügel, zusammengestellt. Der TSV Auerbach bot der Initiative seine Räumlichkeiten an, für die immer größer gewordene Logistik der Maskenannahme und Verteilung, sowie des Richtens der Stoffpakete.  Alle diesen fleißigen Helfer und allen Unterstützern wollen wir nun danken. Ohne sie und dieser tollen Zusammenarbeit wäre diese Leistung nicht möglich gewesen. Niemand hätte gedacht, dass überhaupt so eine Anzahl an Masken in so kurzer Zeit genäht werden kann.

    Der Bedarf der Masken wurde stets sorgfältig ermittelt, um zuerst die Risikogruppen versorgen zu können. Viele dankbare Empfänger schickten uns Bilder, bedankten sich für das Engagement und schickten Grüße an die fleißigen Näherinnen.

    Alle 22 Gemeinden des Kreis Bergstraße waren von der Initiative begeistert und sagten ihre Unterstützung zu mit Spenden in Höhe von jeweils 500 Euro. So konnte die Initiative Stoff und Gummiband besorgen, um weitere Masken für karitative Einrichtungen,  und andere wichtige öffentliche Einrichtungen bereitzustellen, wie Polizei, Feuerwehr, Schulen, betreutes Wohnen, Frauenhaus, ProFamilia, Arztpraxen und Praxen für Physiotherapie, DRK, überregionale Einrichtungen wie die Tafel sowie katholische und evangelische Kirchengemeinden. 

    Eine durchdachte Logistik aus fünf Abhol- und Abgabestellen und Vera Baumbusch in Lampertheim. Einen Fahrdienst gab es ebenfalls.  So fuhr ein eignes WSB Fahrer-Team zu sämtlichen Einrichtungen und verteilte systematisch die Masken an die Pflegedienste und Seniorenheime. Außerdem wurden die im Ehrenamt gerichteten Näh-Sets an die Abgabestellen, aber auch direkt zu den vielen nähfreudigen Seniorinnen an der Bergstraße gebracht, die das Haus derzeit nicht verlassen sollten. Die Verteilung fand nach eng abgesteckten Vorgaben statt, über die genau buchgeführt wurde.

    In Heimarbeit wurden von Lautertal über Rimbach nach Hirschhorn genäht. Ob Jung oder Alt, es wurde über Generationen hinweg genäht und Nähmaschinen aus dem Keller geholt, um Masken zu nähen. Das Team der Initiative möchte sich ganz herzlich bei allen Helferinnen und vor allem bei den Näherinnen bedanken, ohne die diese Mammutaufgabe nicht möglich gewesen wäre. Niemand hätte zu Beginn der Initiative gedacht, das so viele Menschen bereit sind, so viele Masken im Ehrenamt zu nähen. Der Dank gilt auch den vielen großzügigen Unterstützern.

    Die Aktion findet zum 20 Mai 2020 ein Ende, der eigens gegründete Verein „Wir sind Bergstraße e.V. hat jedoch noch zahlreiche gute Ideen für charitative Projekte, die den Menschen an der Bergstraße zugutekommen. Mehr Infos finden Sie unter www.wirsindbergstrasse.de). Eins ist sicher: Wir sind an der Bergstraße in der Krise wieder ein Stück mehr zusammengewachsen und gezeigt, dass wir füreinander eintreten.

    Wir wünschen allen, die diese Initiative unterstützt haben alles Gute und weiterhin gute Gesundheit. Gemeinsam sind wir stark, ganz nach dem Motto: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ Johannes Bosco (1815–1888). zg

     

          
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