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  • Mo., 11. November 2019, 12:18 Uhr
    10 Jahre Prävention für Jugendliche in Schulen / Drei Sparkassen spenden gemeinsam 14.500 Euro für AWO-Schuldnerberatung

    25 Jahre AWO-Schuldnerberatung 

    14.500 Euro spendeten die drei Sparkassen gemeinsam zur Unterstützung der AWO-Schuldnerberatung. 25 Jahre AWO-Schuldnerberatung und 10 Jahre Schuldenpräventionsarbeit in den Schulen für Jugendliche wurde gemeinsam bei der Zertifikatsübergabe gefeiert. Foto:  Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – „Guten Morgen, Frau Dekker“, erklang kräftig der Morgengruß der Neuntklässler. Schulleiterin Stephanie Dekker war zu einem besonderen Termin in die Mediothek gekommen, denn am Freitagvormittag überreichte die Präventionsberaterin der AWO, Melanie Schilling, die Zertifikate für das erfolgreich abgeschlossene Schulden-Präventionsprojekt an die jungen Teilnehmer. Außerdem waren Gäste anwesend - Vorstandsmitglied Wolfhard Hensel von der Sparkasse Worms-Alzey-Ried, Martina Desch, Gebietsdirektorin  Privatkunden in Bürstadt, Detlev Pfeiffer, Leiter der Rechtsabteilung der Sparkasse Bensheim und Sandra Vögtlein von der Sparkasse Starkenburg, die einen großen gemeinsamen Spendenscheck über 14.500 Euro zur Unterstützung der AWO-Schuldnerberatung mitgebracht hatten. Darüber freuten sich AWO-Geschäftsführer Sebastian Parker und der Leiter der Schuldner- und Insolvenzberatung der AWO Bergstraße Peter Kellermann sowie Präventionsberaterin Melanie Schilling. Diesmal hatten 31 Schüler im Alter von 14 bis 15 Jahren teilgenommen. Zum Projekt gehörte auch die mediale Aufarbeitung des Themas mit selbst gedrehten kleinen Videos. Schüler und ihr Lehrer waren sich einig, welche drei Videos die besten waren, die dann auch gezeigt wurden. Im Siegervideo erklärten die drei Schüler anschaulich alle Aspekte eines Online-Kaufvertrages. In der Erich-Kästner-Schule (EKS) war die Schuldenprävention in den Unterricht der Arbeitslehre bei Fachlehrer Sven Dehoust integriert, der auch Mitglied der Schulleitung und pädagogischer Leiter ist. Das Wissen haben sich die Schüler in Kleingruppen erworben, eine schwierige Aufgabe, dessen sei er sich bewusst gewesen, erklärte Dehoust. Themen waren zum Beispiel „bewusst einkaufen“ und „was sind Schulden, was können sie anrichten“. Die EKS war vor zehn Jahren eine der vier Pilotschulen im Kreis Bergstraße, wie die AWO-Präventionsberaterin berichtete, damals hieß es „Finanzführerschein“. Das neue AWO-Präventionskonzept zum privaten Haushalt hat das Motto „Mein Auto, mein Konto, meine Wohnung“. In 10 Jahren haben 5.200 Schüler Finanzkompetenzen erworben. Schulden sind schnell gemacht und wenn die Ausgaben höher sind als das eigene Budget es zulassen würde, kommt es zur Überschuldung. Um erst gar nicht in die Schuldenfalle zu tappen, bietet die AWO-Schuldnerberatung mit Sitz in Bürstadt, jedoch zuständig für den Kreis Bergstraße, seit 10 Jahren in Schulen Jugendlichen die Möglichkeit, sich im laufenden Unterricht oder in Workshops Kenntnisse im Umgang mit Geld und Finanzkompetenz zu erarbeiten. Um fit für das eigene Leben zu machen, reichen die Fächer auf dem Lehrplan eigentlich nicht aus, betonte Dekker, weshalb sie es als bereichernd ansieht, AWO-Experten vor Ort zu haben. Solche Präventionsprojekte kosten Geld, wie auch die AWO-Schuldnerberatung insgesamt finanziert werden muss. Einen ständigen Beitrag leisten seit 25 Jahren die drei Sparkassen im Kreisgebiet durch ihre jährlichen Spenden. Im anschließenden Pressegespräch nannte AWO-Geschäftsführer Sebastian Parker diese Spendenbereitschaft „wohlwollend und großzügig“, diese „verlässliche Bereitschaft, unsere Arbeit auf diese Weise zu begleiten, ist zu einem festen Finanzierungsbestandteil unseres Haushalts geworden“. In seinem Rückblick auf 25 Jahre AWO-Schuldnerberatung und 10 Jahre Präventionsarbeit in den Schulen machte Kellermann deutlich, dass die Arbeit ohne Unterstützung der drei Sparkassen nicht möglich gewesen wäre. Landesmittel seien einst gekürzt worden, Personal und Kapazitäten mussten reduziert werden. Geändert habe sich die Lage mit der neuen hessischen Landesregierung 2015. Zu den drei Säulen der Finanzierung trägt der Kreis Bergstraße bei (für das Jahr 2020 insgesamt 151.500 Euro inklusive 45.000 Euro Landesmittel), Geld von den Jobcentern und als dritte Säule die jährliche Spende der Sparkassen. Sparkassenvorstand Hensel sagte rückblickend auf den Beginn der Kooperation vor 25 Jahren: „Das Projekt hatte uns überzeugt“.   Hannelore Nowacki

    Die drei Sparkassen im Kreisgebiet zeigten sich auch diesmal großzügig – die Spende betrug 14.500 Euro. Im Bild (von links): Sven Dehoust, Stephanie Dekker, Sebastian Parker, Peter Kellermann, Wolfhard Hensel, Detlev Pfeiffer, Sandra Vögtlein, Melanie Schilling und Martina Desch. Foto: Hannelore Nowacki


     

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