Gabi Schäfer-Bauer absolviert ihren Jubiläumsauftritt
300 - Eine besondere Ehrung
Gabi Schäfer-Bauer (links) zusammen mit Anita Reischert beim aktuellen Stück auf der Bühne. Foto: oh
RIEDRODE - Wie bei allen anderen bisherigen Aufführungen auch war der Bürgerhaussaal am Wochenende beim aktuellen Stück der Sainäwwel in Riedrode wieder rappelvoll und die Zuschauer hielten sich vor Lachen die Bäuche. Das Stück war vorbei und es gab noch eine Zugabe der besonderen Art: Eine der beliebtesten Mimen in der Theatergruppe hatte ihren Jubiläumsauftritt: Gabi Schäfer-Bauer. Laudator Markus Winkler stellte fest, dass von 390 Veranstaltungen, die es seit Gründung der Sainäwwel im Jahr 1985 gab, Gabi Schäfer-Bauer bereits 300 mal auf der Bühne stand. 1994 in dem Stück „In de Wassergass – do dud sisch was!“ war ihr Start in eine tolle Karriere bei den Sainäwweln. Sie hat in etlichen Rollen geglänzt, jedoch zwei davon wurden hervorgehoben: Da ist zum einen 1997 „In de Parrei is alles in de Reih!“ da spielte sie die einfältige, nicht ganz so helle Kathrin Held. Ins gleiche Schema fiel 2003 bei „Mennerwäddschafd im Scharf-Eck“ die Rolle der Kathrin Agathe Berg. Kathrin - der jeweils gleiche Vorname war Programm. Zurückblickend fällt den Schauspielkolleginnen und -kollegen nicht unbedingt immer gleich der jeweilige Titel ein. Da heißt es dann nur: A des mit de dabbisch Kathrin. Im wirklichen Leben ist ihre Rolle jedoch genau das Gegenteil. Gabi Schäfer-Bauer hat ihren Rollen oft eine eigene Note gegeben und erfüllt diese mit ihrer Art Theater zu spielen. In diesem Jahr geht sie in der Rolle der Lilli Huy so richtig auf. In den vergangenen Jahren hat sie schon oft auch die Rolle der Ehefrau gespielt. Sei es als die resolute, die geizige oder die unterdrückende Ehefrau. Und jedes Mal so überzeugend, dass man als Zuschauer denkt: In Echt will man das nicht – so überzeugend kann sie die Vorgaben umsetzen. Die ganze Liste der Rollen konnte der Laudator nicht durchgehen und bot immer nur kurze gedankliche Ausflüge in die Rollen an, in denen ein Höhepunkt auf den nächsten folgte. So ganz nebenbei ist Gabi Schäfer-Bauer auch noch die erste Vorsitzende des Theatervereins. Im Namen aller Vereinsmitglieder unterstrich Markus Winkler dann auch, dass man sich keine bessere Vorsitzende vorstellen könne. Sie kümmert sich um alles Mögliche und Unmögliche, ist sich für nichts zu schade, ist immer parat, wenn es für die Sainäwwel etwas zu erledigen, abzusprechen, zu schlichten oder zu organisieren gibt. In jedem Fall haben alle die mit ihr auf oder hinter der Bühne stehen einen riesigen Spaß und freuen sich noch auf viele weitere Glanzrollen. Denn schließlich spielt sie nicht nur hervorragend Theater sondern ist auch sonst eine wesentliche Stütze des Vereins. Als Anerkennung für ihre überaus erfolgreiche Schaffenskraft erhielt sie ein paar kleine Präsente und die Schlussbemerkung, dass ihre unverwechselbare Art zu spielen und sich einzubringen immer wieder aufs Neue begeistert. So ein Unikat ist aus der Theatergruppe einfach nicht mehr weg zu denken. Die Saison der Sainäwwel endet am 28. April. Für Kurzentschlossene gibt es noch Karten an der Abendkasse oder bei der öffentlichen Bücherei in St. Michael, Telefon 06206/1309409, für folgenden Termin Freitag 27. April. zg