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  • Di., 01. März 2022, 07:29 Uhr
    JUBILÄUM: Dankgottesdienst und kurze Information des Vorstandes zur Arbeit 

    40 Jahre Regentropfenwerkstatt 

    Dankgottesdienst zum 40-jährigen Bestehen der Regentropfenwerkstatt in der Friedenskirche. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – Die Regentropfenwerkstatt der evangelischen Kirchengemeinde feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Auch wenn die Corona-Auflagen zurzeit eine angemessene und unbeschwerte Feier nicht zulassen, fand am Sonntag zumindest der jährliche Dankgottesdienst in der Friedenskirche statt. Im Anschluss erfolgte eine kurze Information des Vorstandes zur Arbeit im vergangen Jahr.

    „Herzlichen Glückwunsch, liebe Regentropfen. Wir feiern aber in einer schweren Zeit“, sagte Pfarrer Holger Mett bei der Begrüßung mit Blick auf die Pandemie und den Krieg in der Ukraine. Mitarbeiter der Regentropfenwerkstatt gestalteten den Gottesdienst, der musikalisch vom Blechbläserensemble des Evangelischen Posaunenchors unter der Leitung von Dirk Hindel umrahmt wurde. In den Fürbitten dankte Pfarrer Mett „dass wir den 40 Geburtstag feiern können und bitten dich um deinen Segen für die Mitarbeiter und alle, die die Arbeit unterstützen“. 

    Nach dem Gottesdienst ergriff Karl Heinz Jakob vom Regentropfen-Vorstand das Wort. Der Auftakt zum runden Geburtstag sei gemacht, nun hoffe man, baldmöglichst einen Termin für eine angemessene Feier festlegen zu können. Bevor er auf das vergangene Jahre zurückblickte, gedachte er dem langjährigen aktiven Mitarbeiter Ernst Salomon, der vor Kurzem nach langer Krankheit, aber unerwartet verstorben ist. „In den ersten Monaten des Jahres 2021 kam die Werkstattarbeit mehr oder weniger zum Erliegen“, berichtete Jakob. Die Mitarbeiter waren meist alleine im Haus Billau aktiv oder Arbeiten wurden in Heimarbeit erledigt. Erst mit fortschreitender Impfquote und sinkenden Inzidenzen nahm das Werkstattleben wieder Fahrt auf, im September wurde das Lädchen in der Backhausstraße 5 wieder geöffnet.  

    Mit der vierten Welle kamen dann die Absagen der Adventsmärkte, das Weihnachtsgeschäft als entscheidender Beitrag zu den Einnahmen musste allein über den Lädchen-, Kofferraum- oder Kirchenverkauf in Leeheim abgewickelt werden. Neben der Kindergruppe, die nach dem Tod des Gemeindepädagogen Thilo Götz mangels pädagogischer Kompetenzen und Ressourcen nicht mehr aufrechterhalten werden konnte, befinde sich auch die Mittwochs-Seniorengruppe alters- und krankheitsbedingt in Auflösung. Die dadurch wegfallenden Kapazitäten konnten bisher durch verstärkte Präsenz einzelner Personen aus den anderen Gruppen kompensiert werden. Ob das auf Dauer weiterhin möglich ist, sei fraglich. „Wir benötigen dringend neue Kräfte, die auch gerne etwas jünger als die derzeit Aktiven sein dürfen“, so Jakob. Die Konfession spielt keine Rolle, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es kann unverbindlich bei den Werkgruppentreffen reingeschnuppert werden, beispielsweise dienstags ab 18 Uhr.  

    Karl Heinz Jakob vom Regentropfen-Vorstand hielt nach dem Dankgottesdienst einen Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres. Foto: Petra Gahabka


    Seit es die Regentropfenwerkstatt gibt, unterstützen die ehrenamtlich Tätigen Projekte der Bensheimer Christusträger-Schwesternschaft finanziell. Nun wird die Verantwortung des Kinderheims und der Kindertagesstätte im argentinischen Jujuy in einheimische Hände gegeben. „Die Schwestern haben im Laufe der Jahre solide Mitarbeiterteams in beiden Einrichtungen aufgebaut und werden von Deutschland aus die Arbeit weiterhin begleiten, Kontakt halten und finanziell unterstützen. Dafür sind sie weiterhin auf unsere Spenden angewiesen.“ 

    Im vergangenen Jahr konnte Rechner Karsten Nolting Einnahmen in Höhe von 12.001 Euro verbuchen. Davon wurden alleine 9.176 Euro über das Lädchen eingenommen, dazu kommen Spenden und Kollekten. Nach Abzug der Ausgaben verbleiben 7.152 Euro, „ein deutlich besseres Ergebnis als im ersten Coronajahr“, freute sich Jakob. Sein Dank galt allen, die durch die Herstellung oder den Verkauf zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Aber auch den Menschen, „die handwerkliche Artikel zu schätzen wissen und sich bewusst dabei auch für die Unterstützung hilfsbedürftiger Kinder entschieden haben sowie den Menschen, die uns regelmäßig mit Spenden bedenken“. Darunter auch der letztjährige Konfirmandenjahrgang. An die Christusträger-Schwestern werden 5.000 Euro überwiesen. Petra Gahabka

      

     

     

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