WICHTIGE UNTERSTÜTZUNG: Evangelische Kirchengemeinde unterstützt Ukrainehilfe im Familienzentrum St. Michael
500 Euro für Deutschkurs und Kinderbetreuung
Bei den Passionsandachten und dem Gottesdienst an Gründonnertag spendeten die Besucher in der Friedenskirche großzügig für die Ukrainehilfe, die evangelische Kirchengemeinde rundete den Betrag auf 500 Euro auf. Beim Deutschkurs im Katholischen Familienzentrum St. Michael, zu dem neue Teilnehmer jederzeit willkommen sind, sieht Pfarrer Holger Mett (3.v.l.) das Geld gut angelegt. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – Seit Anfang April bietet das Katholische Familienzentrum St. Michael wöchentlich einen kostenlosen Deutschkurs für Ukraine-Geflüchtete an. Am vergangenen Freitag konnte zum Unterrichtsbeginn um 15 Uhr mit Pfarrer Holger Mett von der Evangelischen Kirchengemeinde ein besonderer Gast begrüßt werden. Im Gepäck hatte er eine Spende in Höhe von 500 Euro.
„Herzlich willkommen zum Deutsch lernen“ hatte Heike Kissel-Eltrop, Pädagogische Einrichtungsleitung, auf die weiße Magnettafel geschrieben. Neben den Kursteilnehmerinnen und Pfarrer Mett freute sie sich auch die Geschäftsträgerin Susanne Straub und Pastor Matthias Luz von der Liebenzeller Gemeinde Hofheim, der die Ukrainehilfe in vielfältiger Form unterstützt, zu begrüßen. Als Übersetzerin fungierte Nadiia Meileck, die den Sprachkurs leitet. Sie war in der Ukraine als Lehrerin tätig und lebt seit vier Jahren in Hofheim. Lydia Keil, die sie beim Deutschkurs unterstützt, und die Ukrainerin Lena, die während des Unterrichts die Kinderbetreuung übernimmt, fehlten krankheitsbedingt.
„Wir hatten vor Ostern jeden Donnerstagabend eine Passionsandacht mit Orgelmusik von Stefan Spreitzenbarth“, erzählte Pfarrer Mett. Dann begann der Krieg in der Ukraine und die Andachten wurden zu einem Friedensgebet. Die Besucher der sechs Veranstaltungen sowie des Abendmahlgottesdienstes am Gründonnerstag hatten großzügig gespendet für die Ukrainehilfe. Dieser Betrag wurde dann von der Kirchengemeinde auf 500 Euro aufgestockt. „Was hier alles für die geflüchteten Familien angeboten wird, das beeindruckt mich sehr“, so Mett. Es sei gut zu wissen, dass das Geld direkt ankomme.
Ein herzliches Dankeschön kam sowohl von den Teilnehmerinnen als auch von Heike Kissel-Eltrop, die sich „hochbeeindruckt“ zeigte angesichts der enormen Spendenbereitschaft in Hofheim. „Wir haben dadurch Möglichkeiten, die wir sonst nicht hätten.“ Das Geld komme auf kurzem Wege dem Sprachkurs und der Kinderbetreuung zugute. Seit letzter Woche gibt es während des Ukrainetreffs, der jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr im Familienzentrum stattfindet, auch einen Malkurs für Kinder, geleitet von der ukrainischen Kunststudentin Vlada. Momentan sei man daran, einen Fahrradkurs anzubieten, weil viele Geflüchtete nur schlecht oder gar nicht Radfahren können. Wer hier helfen möchte, kann sich gerne beim Familienzentrum melden. „Es ist schön zu sehen, dass hier die Spenden gut angelegt werden und sich Menschen sehr engagieren“, sagte Geschäftsträgerin Susanne Straub. Hilfe habe nichts mit Konfession oder Hautfarbe zu tun, „das ist Nächstenliebe“. Abschließend wünschte Pfarrer Mett den Kursteilnehmern und ihren Familien alles Gute und Gottes Segen. Petra Gahabka