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Mo., 03. Juli 2023, 10:02 Uhr
TRADITION: Höhepunkt des Gurkenfests war die Krönung / Leonie Marie I. nach zwei Jahren verabschiedet
69. Gurkenkönigin Nina I. hat das Zepter übernommen
Die 69. Bibliser Gurkenkönigin Nina I. mit Gurkenprinzessin Lenja und den verabschiedeten Gurkenhoheiten Leonie Marie I. und Melanie im Kreise ihrer hoheitlichen Gäste aus nah und fern. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Das Gurkenfest hatte am Freitag mit einem ordentlichen Holzhammerschlag und kleinen Nachschlag begonnen, mit dem Bürgermeister Volker Scheib das Fass anstach, damit das Freibier fließen konnte. Auf der Festmeile war schon zuvor gute Stimmung und sehr viel los – so war es dann auch am Samstagabend nach der Krönung der neuen Bibliser Gurkenkönigin. Die Festbesucher flanierten über die Strecke von der Kirche bis zum Alten Rathaus und überall, wo es zu essen und zu trinken gab, genoss man dichtgedrängt den lauen Sommerabend bei lebhaften Gesprächen und Musik. Hoch im Kurs stand das Angeln und Schießen an den Buden, der Autoscooter und das Kinderkarussell sorgten für leichten Fahrtwind und am Weinstand der Kirchengemeinde auf den Stufen zu St. Bartholomä durften sich die Besucher „wie im Himmel“ fühlen. Die himmlischen Mächte waren an diesen Gurkenfesttagen gnädig, schickten nur ein paar Wolken vorbei, ansonsten ließen sie den Sonnenstrahlen den Vortritt. Zur gut einstündigen Verabschiedungs- und Krönungszeremonie am Samstagabend waren gekrönte Gäste und Repräsentanten regionalen Brauchtums in 15 Delegationen aus nah und fern angereist, die mit den Ehrengästen aus den Partnergemeinden Gravelines (Frankreich), Katy Wroclawskie (Polen) und Nittenau (Bayern) auf den VIP-Bänken vor der Krönungs- und Musikbühne Platz nehmen durften. Weitere Hoheiten wie die Bürstädter Sonnenbotschafterin und die Lampertheimer Spargelkönigin verfolgten das Geschehen mit der großen Zuschauerrunde im Stehen. Freude und Wehmut waren die starken Emotionen bei der Abkrönung und Krönung, das hatte Bürgermeister Scheib in seiner Rede vorhergesagt und auch mit Tränen gerechnet, die aber nicht flossen. Endlich wieder Gurkenfest und Krönungszeit – das begrüßte der Bürgermeister besonders. Denn zweimal fiel das Gurkenfest wegen Corona aus, dann letztes Jahr das Gurkenfest ohne Krönung, denn im Vorjahr war Gurkenkönigin Leonie Marie I. im kleinen Rahmen im Pfaffenaustadion für zwei Jahre ins Amt berufen worden. Annick Löhr, Erste Vorsitzende des Wirtschafts- und Verkehrsvereins Biblis (WVB), der seit jeher die Gurkenkönigin kürt und das Gurkenfest veranstaltet, dankte dem Orga-Team, den Vereinen, den amtlichen und ehrenamtlichen Helfern wie auch der Gemeindeverwaltung für ihre tatkräftige Unterstützung. Auch den Anwohnern dankte sie. In ihrer Abschiedsrede berichtete die scheidende Gurkenkönigin Leonie Marie I. von vielen eindrucksvollen Ereignissen und Erlebnissen aus ihrer zweijährigen Amtszeit mit Gurkenprinzessin Melanie, darunter viele Festen und die Besuche bei den Partnergemeinden mit dem Bürgermeister und seiner Frau. Ein Highlight sei der 8. Deutsche Königinnentag amChiemsee mit über 200 Hoheiten gewesen.
Gekrönt und glücklich – die 69. Gurkenkönigin Nina I. mit Gurkenprinzessin Lenja. Für beide ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Foto: Hannelore Nowacki
Aus der Wochenendfamilie hatten die Bibliser Gurkenhoheiten die Bürstädter Sonnenbotschafterin Luisa Marie Morweiser in ihr Herz geschlossen, die sie unter ihre Fittiche genommen hatte und nun auch als „Ehemalige“ die Aufgabe der Abkrönung übernommen hatte. Als Krönungsmeister der neuen Gurkenkönigin Nina I. war Konstantin Großmann ausgewählt, der ihr das Diadem ins Haar setzte und die Schärpe umlegte. Auch die Grüße des Landrats überbrachte er. Nina I. setzte anschließend ihrer Gurkenprinzessin Lenja das Diadem auf. Zum Abschluss waren alle Hoheiten und Majestäten eingeladen, auf die Bühne zu kommen und ihre Geschenke für die scheidenden und die neuen Gurkenhoheiten zu überreichen. Bei ihrem späteren Rundgang über die Festmeile hatten die Kaiserstühler Kirschenhoheiten Annina und Alina aus Königschaffhausen einen Korb voller dicker Kirschen dabei, aus dem sich die Festbesucher bedienen durften. Noch am Abend stand ihre über zweistündige Heimfahrt an. Die Flonheimer Weinkönigin Caroline I., die noch bis 2024 im Amt ist, freut sich, dass sie die vorherigen und die neuen Gurkenhoheiten kennengelernt hat und auf verschiedenen Veranstaltungen begleiten wird. Dem TiP erklärte sie: Es gehe darum, die Menschen von den Kulturgütern zu begeistern, die die Hoheiten jeweils repräsentieren. Hannelore Nowacki