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  • Di., 30. April 2019, 08:59 Uhr
    Reit- und Fahrverein weiht sanierten Reitplatz im Rahmen des Turniers ein

    760 Nennungen beim großen Aprilturnier

     Der neue Reitplatz des Reit- und Fahrverein Lampertheim wurde im Rahmen des Reitturniers offiziell eröffnet und hat sich bereits bewährt. Von links: Cora Wunder, Christa Mrotzek, Gottlieb Ohl mit Enkel Matteo, BGM Gottfried Störmer, Fritz Götz. Foto: oh


     

    LAMPERTHEIM - Der Wettergott meinte es am vergangenen Samstag zunächst mit den Reitern nicht so gut, denn windiges und regnerisches Wetter herrschte zum Auftakt der Veranstaltung des diesjährigen Reitturniers des Reit- und Fahrvereins Lampertheim auf dem Vereinsgelände im Weidweg. Gleichzeitig konnte der neue Reitplatz eingeweiht werden. Sonntags hingegen ließ sich nach einem heftigen Regenschauer am Morgen auch schon wieder die Sonne blicken. Beachtliche 650 Pferde und 350 Reiter bei insgesamt 760 Nennungen waren erschienen, um an dem traditionellen Turnier in Lampertheim teilzunehmen. Insgesamt traten etwa 80 Prozent der Voranmeldungen an, was im Reitsport laut Pressewartin Cora Wunder schon beachtlich sei. Das Teilnehmerfeld stammte aus der näheren und weiteren Umgebung. Zahlreiche Spring- und Dressurprüfungen bis zur Klasse M standen auf dem Programm, der zweithöchsten Kategorie im Reitsport. Der Lampertheimer Reitverein musste im vergangenen Jahr beide Reitturniere bedauerlicherweise wegen des Reithallenbrandes absagen. Obwohl der Wiederaufbau der Reithalle noch nicht abgeschlossen ist, musste der Verein zudem eine zusätzliche Hürde meistern: Es ergingen bereits mehrere Hinweise seitens der reiterlichen Landeskommission, dass die Außenplätze dringend einer Sanierung bedurften. Aufgrund des schwierigen Platzuntergrundes und des häufig schlechten Wetters an den Turnieren standen die Reitplätze sehr schnell unter Wasser, so dass die Gefahr für Verletzungen aufgrund des rutschigen Untergrundes bei Reiter und Pferd sehr hoch gewesen war. Deshalb war der Zuspruch zu den Turnieren, insbesondere bei den Springprüfungen, in den letzten Jahren leider rückläufig. Sehr zur Freude der Veranstalter konnte dieses Mal wieder eine hohe Teilnehmerzahl erreicht werden. Die Organisation des Turniers verlief trotz hoher Teilnehmerzahl reibungslos und es gab keine erheblichen zeitlichen Verzögerungen. Beginn und Ende der Veranstaltung war an beiden Tagen jeweils um 8 beziehungsweise 18 Uhr. Laut Wunder gab es erfreulicherweise auch keine größeren Verletzungen durch Stürze oder Ähnliches. Trotz einiger Regengüsse herrschte recht gutes Wetter, was neben der hohen Teilnehmerzahl auch viele Zuschauer anlockte, so Wunder. Aus diesem Grund war auch ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis im Wirtschaftsbereich zu verzeichnen, denn für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher war bestens gesorgt. Zur Platzeinweihung am Samstagnachmittag waren Bürgermeister Gottfried Störmer, Fritz Götz als Vertreter des Kreises Bergstraße und Stadtrat Gottlieb Ohl als langjähriges Vereinsmitglied anwesend. Die Platzsanierung war von der Stadt Lampertheim und dem Kreis Bergstraße bezuschusst worden. Gottlieb Ohl leistete im Vorfeld Hilfestellung bei der Kontaktaufnahme zum Kreis und dem Land Hessen. Der Platz habe sich bereits bewährt, teilte Cora Wunder mit. Da die Fertigstellung allerdings erst kurz vor dem Termin möglich war, hatte sich der Platz noch nicht ausreichend gesetzt und war zum Teil noch etwas „zu tief“. Dies konnte dadurch behoben werden, dass seit Donnerstag kontinuierlich bewässert wurde. Besonderer Dank von Seiten des Vereins gilt in diesem Zusammenhang der Familie Kühn, die durch ihren unermüdlichen Einsatz den Platz mit Wassertanks bewässert hatten, sowie der Freiwilligen Feuerwehr Lampertheim, die mit Hilfe ihrer Löschfahrzeuge zusätzliches Wasser zur Platzbewässerung herbeischaffen konnten. Im Veranstaltungsverlauf des Reittturniers konnten sich die beiden Brüder Denis und Jan Kühn als beste Lampertheimer Reiter platzieren – im L- und M-Springen waren sie sogar siegreich. Die Erste Vorsitzende Helga Mrotzek war an beiden Veranstaltungstagen unermüdlich im Einsatz. Hervorgetan hatte sie sich auch bereits bei der Überwachung der Platzsanierung und dem Umbau der Umrandung. Ohne viele fleißige Hände aus den Vereinsreihen, die sich ehrenamtlich engagierten, ist eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen – auch ihnen gilt ein besonderer Dank des Vereins. Ein weiterer Nennenswert sind in diesem Zusammenhang auch die Sponsoren, die Unterstützung in finanzieller Form oder in Form von Sachspenden an den Verein geleistet haben. Sigrid Samson

    Die 10-jährige Milena zeigte sich stolz auf ihrem Pferd beim diesjährigen Reittunier. Foto: Sigrid Samson


     

     

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