BIEDENSAND BÄDER UND VHS: 14.000 Euro aus „Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche - Aufholen nach Corona“ übergeben / Zusätzliche Schwimmkurse für Kinder ermöglicht
80 Kinder zum Seepferdchen begleitet
Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz überreichte Bäderchef Marius Schmidt und Petra Stöckinger vom Fachdienst Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Lampertheim den Förderbescheid für Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Die Corona-Pandemie hat den Lebensalltag für Kinder und Jugendliche in den vergangenen Jahren stark eingeschränkt. Kontakte mit Gleichaltrigen, Sport und Bewegung, Spielen und Austausch in der Gruppe, Kultur und Reisen waren teilweise reduziert. Mit dem „Aktionsprogramm für Kinder und Jugendliche - Aufholen nach Corona“, welches durch die Bundesregierung aufgelegt wurde, soll möglichen Auswirkungen dieser Einschränkungen entgegengewirkt werden. Im Rahmen dieses Aktionsprogrammes werden auch die „Schwimmfix-Schwimmkurse“ der Biedensand Bäder und der Volkshochschule Lampertheim (vhs) gefördert. Aufgrund ausgefallener Kurse während der Corona-Pandemie und des Umbaus des Hallenbades ist der Bedarf an Schwimmkursen in Lampertheim hoch. Mit zusätzlichen Kompaktkursen gelingt es, den Kindern zügiger das Schwimmen beizubringen und sie fit für den Badebetrieb zu machen. Am Donnerstag überreichte die Erste Kreisbeigeordnete einen Förderbescheid aus diesem Programm in Höhe von rund 14.000 Euro an den Ersten Stadtrat und Bäderchef Marius Schmidt sowie an Petra Stöckinger vom Fachdienst Bildung, Jugend und Kultur der Stadt Lampertheim.
Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz erläuterte, dass bereits 2022 Mittel in das Projekt flossen, wenn auch mit 770 Euro in wesentlich geringerem Ausmaß. Heute darf ich ein Vielfaches übergeben und ich bin sehr froh, dass dieses Geld in ein Projekt geht, das Kinder und Jugendliche besonders unterstützt.” Grundsätzlich sei das Jugendamt des Kreis Bergstraße bei der Verteilung der Bundesmittel bewusst einen anderen Weg gegangen. „Zumindest für Hessen ist dies einmalig: Wir haben Träger, Vereine, Verbände und Kommunen gefragt, wo Unterstützung nötig ist und die Mittel direkt bei den Kindern und Jugendlichen ankommen”, so Diana Stolz. „Danke für die tollen Ideen und Gedanken vor Ort, die Mittel sind in bisher mehr als 50 Projekten sehr sinnvoll angelegt. So hat eine Kindertagesstätte zum Thema Glück philosophiert oder es ist ein Bus zum Thema Berufsausbildung im Odenwald unterwegs gewesen. Hier geht es heute um das richtige Thema ‚Schwimmen‘.” Wichtig sei, dass es sich bei den geförderten Projekten um ein nachhaltiges und vor allem auch zusätzliches Angebot handelt, welches zudem das Miteinander fördert.
Bäderchef Marius Schmidt stellte klar, dass es „nicht nur um das Aufholen nach Corona, sondern auch nach der Hallenbadsanierung geht. Die Wartelisten für die Schwimmkurse sind übergequollen. Wir haben als Stadt selbst einen zusätzlichen Kurs angeboten, der im vergangenen Jahr gefördert wurde, dazu kommen noch die Kurse der DLRG und durch Schwimmschulen. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner vhs hatten wir den Gedanken, das Angebot auszuweiten und haben hierzu eine zweite Person aus den eigenen Reihen als Schwimmlehrer ausgebildet, so dass die vhs ihre Kapazitäten in diesem Bereich weit ausbauen konnte.” Insgesamt sieben zusätzliche Kurse, in denen Kinder schwimmen lernen konnten, wurden so gemeinsam mit der Ausbildung des neuen Schwimmlehrers durch die Fördermittel finanziert. „Über 80 Kinder konnten so zum Seepferdchen geführt werden”, freute sich der Bäderchef, der dem Kreis und dem Jugendamt dafür dankte, dass beide bereit waren, bei den Fördermitteln für die Schwimmkurse nachzulegen. „Dies hat und sehr geholfen und die Kinder sind nun regelmäßige Gäste im Freibad. Schwimmen lernen ist und bleibt für uns ein wichtiges Thema.” Daher werden ab dem 1. September insgesamt vier Auszubildende als Fachangestellte für Bädertechnik in den Biedensand Bädern ihren Beruf lernen, zudem überlegt ein Teammitglied, sich ebenfalls als Schwimmlehrer ausbilden zu lassen. Dann können noch mehr Schwimmkurse über die vhs angeboten werden.
Petra Stöckinger ergänzte, dass man im Herbst drei und im Frühjahr vier zusätzliche Schwimmkurse hätte anbieten können. „Circa 160 Kinder standen auf der Warteliste und auch für den Herbst gibt es wieder zahlreiche Kinder, die schwimmen lernen möchten. Die Kurse sind ein niedrigschwelliges Angebot zu einem fairen und guten Preis. Denn es soll sich jeder leisten können, schwimmen zu lernen.” Benjamin Kloos