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  • Mo., 06. August 2018, 12:27 Uhr
    Jetzt keine Handbreit Wasser unter dem Kiel

    Aktionstag „Lebendiger Altrhein 2018“ auf nächstes Jahr verschoben

    Sandbänke statt Wasser – im Altrhein wird das Wasser von Tag zu Tag knapper. Boote und Schiffe mit Tiefgang haben bei Niedrigwasser keine Chance mehr. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Organisatoren und Teilnehmer des Aktionstages „Lebendiger Altrhein 2018“, der eigentlich am 19. August stattfinden sollte, haben am Freitag beschlossen, die Veranstaltung abzusagen und auf das nächste Jahr zu verschieben. Niedrigwasser ist der Grund. „Hier fehlt mehr als die berühmte Handbreit Wasser unter dem Kiel“, teilte Mitorganisator Werner Reuters vom Fährverein Nibelungenland dem TIP im Rahmen eines Pressegesprächs mit, an dem auch der 2. Bootsclub-Vorsitzende Ulrich Schneider und Gründungsmitglied Jörgen Anlauff teilnahm. Tiefes Bedauern über die aktuelle Lage, aber auch Zuversicht, dass die Wassertiefe im nächsten Frühjahr für die geplanten Attraktionen ausreichen werde, prägten das Gespräch. In die Vorbereitungen für die Festmeile am Altrhein haben die Akteure bereits viel Arbeit und Zeit investiert, sogar Schlechtwetterstrategien hatte man sich überlegt. Gegen Regen helfen Zelte, doch gegen das Niedrigwasser würden nur kräftige und andauernde Regenfälle in der Schweiz, in den Vogesen und im Schwarzwald helfen. Die Fähre „Frischling“ könne schon seit einiger Zeit nicht mehr an ihrer Anlegestelle „Alter Hafen“ anlegen, bedauerte Reuters, auch viele private Boote und größere Yachten haben mit dem Niedrigwasser Probleme. Mit einem Tiefgang von mehr als einem Meter wären die geplanten Attraktionen, ein historisches Polizeiboot und das Wikingerschiff des Lorscher Wikingerstamms nur noch bis zum „Fretter Loch“ gekommen, machte Schneider deutlich. Zurzeit kämen allenfalls noch Paddler und Ruderer ohne Tiefgang mit dem Niedrigwasser zurecht, müssten aber bei Engstellen im Gegenverkehr aufpassen. Den Wassersportvereinen komme es darauf an, neue Mitglieder für ihre Vereine zu interessieren, das sei bei einem Aktionstag mit Niedrigwasser kaum möglich. Die Teilnehmertreffen sei „hochkarätig“ besetzt gewesen, teilte Reuters mit, man habe gemeinsam überlegt, was zu tun sei. Dabei waren unter anderem der Wassersportverein, Kanu-Club, Oldtimerclub, das Wikingervolk Lorsch, der NABU mit Andrea Hartkorn, der ADFC Lampertheim, die Altrhein-Initiative und der Altrhein-Projektbeirat, der Fährverein und der Bootsclub sowie die Stadt Lampertheim mit Carmen Daramus. Schneider zeigte sich zuversichtlich: „Wir gehen voller Elan an den nächsten Termin im Frühjahr 2019 heran“. Hannelore Nowacki

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