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  • So., 13. Dezember 2020, 14:00 Uhr
    ALTRHEIN: Kostenklarheit wird geschaffen / Entschlammung rückt näher

    ALA sieht eigenes Teilziel erreicht

    Die Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein sieht die Entschlammung des Altrheins näherrücken. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM –Die ALA (Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein) – das sind der Wirtschafts- und Verkehrsverein Lampertheim e.V.  und Fährverein e.V. -  sieht  ein wichtiges Ihrer Ziele erreicht. In der Stadtverordnetenversammlung vom 11.12.2020 sprachen die Stadtparlamentarier einstimmig für die Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen der Stadt Lampertheim und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Bund) aus. 

    In dieser Vereinbarung wird geregelt, wie die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der WSV – Bund stattfinden soll. So regelt der Vertrag welche Arbeiten durchzuführen sind und wie die Kostenverteilung ist. Ziel ist es, die Kosten für die Entschlammung und Folgekosten nach der Entschlammung zu ermitteln. Nach Vorliegen dieser Daten können dann die Stadtparlamentarier entscheiden, ob die Stadt Lampertheim den Altrhein in städtisches Eigentum übernehmen sollte.

    Das Zustandekommen dieser Zusammenarbeit zwischen Stadt und Bund hatte eine Intialzündung. Ende 2015 trafen sich der Vorsitzende des Wirtschafts- und Verkehrsverein Lampertheim e.V. und des Fährvereins Lampertheim e.V. zu einem Gespräch über die Altrheinsituation. Dabei stellte sich schnell heraus, daß es Gemeinsamkeiten zur Vorgehensweise für den Altrhein gab. Daraufhin gründeten sie die ALA (Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Altrhein). Sprecher sind bis heute Werner Reuters und Otto Edinger.

    Seit Jahren ist die Bundeswasserstrasse Lampertheimer Altrhein zwischen dem Bau und dem Fretter-Loch ein Sorgenkind. Sei es in den Sommermonate mit Fischsterben bzw. Algenbildung oder Niedrigwasser usw. oder auch nur als Wahlkampfthema der hiesigen Parteien.

    Die ALA war mit dem Ziel angetreten, vor allem Anderen die rechtliche Seite einer möglichen Entschlammung aus zu loten. Dazu holte sie sich Unterstützung bei Fachanwälten zum jeweiligen Fachgebiet. Parallel dazu baute die ALA sich ein Netzwerk von Vereinen, Personen und Institutionen auf, um bei Fragen auf einen  möglichst großen Pool an Informationen zugreifen zu können. 

    Aus diesem Pool heraus kamen dann auch die entscheidenden Kontakte zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Bonn, und zur Landesregierung Hessen, Wiesbaden. Dies führte dann auch zu Besuchen der  Entscheider aus den Ministerien an den Lampertheimer Altrhein.

    Ab 2018 ist die ALA, vertreten durch Werner Reuters, dann auch Mitglied im Projektbeirat „Entschlammung Lampertheimer Altrhein“ (PELA) und unterstützt hier die in der PELA vertretenen Parlamentarier und Vereinsvertreter . Gemeinsam mit den Mitgliedern der PELA und der Stadtverwaltung wurde das weiteren Vorgehen voran getrieben und Anstöße und Hinweise zur Vertragsgestaltung gegeben. Nach Abstimmgesprächen zwischen der Stadt und der WSV-Bund, Beratungen im Magistrat und im Stadtentwucklung und Bauausschuß (SEBA) kam es dann in der letzten Stadtverordnetenversammlung in 2020 zur Zustimmung der Parlamentarier zu der vorliegenden öffentlich-rechtlichen Vereinbarung. 

    Die ALA schaut aber auch schon in die Zukunft. Als nächstes Arbeiten steht die Suche nach Fördermitteln an. zg

     

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