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  • Fr., 17. Januar 2014, 14:37 Uhr
    Gut besuchte Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

    Alfred Helfrich neuer Gemeindebrandinspektor – ein neuer Anfang

    Die Freiwillige Feuerwehr Groß-Rohrheim hat eine neue Führungsspitze: Gemeindebrandinspektor Alfred Helfrich (links) und der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag (rechts), im Bild mit Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller. Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM  –  Im Feuerwehrhaus waren die Sitzplätze rar geworden, die große Tischrunde im Schulungsraum reichte bei weitem nicht aus, um allen interessierten Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Rohrheim am Dienstagabend Platz zu bieten. Mehr Stühle wurden herbeigeholt und auch der Flur wurde bestuhlt. Gemeindebrandinspektor Andreas Ahl begrüßte Bürgermeister Rainer Bersch, den Gemeindevorstand,  Gemeindevertretervorsteher Walter Öhlenschläger, Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller sowie den Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung Heinz Krauß im Namen der Einsatzabteilung zur Jahreshauptversammlung. Dass es gerne immer so voll sein dürfte, merkten die Sprecher deutlich an. Grund für dieses außerordentliche Interesse war offenkundig die anstehende Wahl, denn Gemeindebrandinspektor Andreas Ahl und sein Stellvertreter Albert Drexler hatten schon im vergangenen Jahr bekannt gegeben, dass sie nicht mehr kandidieren würden. Ahl führte die Feuerwehr 17 Jahre, Stellvertreter Drexler war seit März letzten Jahres im Amt. Unstimmigkeiten innerhalb der Feuerwehr und in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde hatten schon im Vorfeld für Wirbel gesorgt. Dennoch blickte der scheidende Gemeindebrandinspektor in seinem Bericht auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Einsatzabteilung wurde zu acht Brandeinsätzen und 85 Hilfeleistungen gerufen, die „Helfer vor Ort“-Gruppe leistete 70 Hilfseinsätze. 14 verschiedene Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene wurden absolviert. 8 Feuerwehrleute haben die Atemschutzübungsstrecke in Bürstadt begangen, jedoch sind von 25 Atemschutzgeräteträgern nur vier einsetzbar. Drei Brandschutzerziehungen und ein Tag der offenen Tür wurden durchgeführt. Jugendwart Packtrick Embach berichtete von der guten Entwicklung der Jugendfeuerwehr, Leiterin Sonja Ahl berichtete von den „Löschzwergen“. Der Bericht des Leiters der Helfer vor Ort (HvO) Sascha Richtberg deutete größere Unstimmigkeiten mit der bisherigen Feuerwehrführung an, die am Ende des Jahres sogar dazu führten, dass die zwölf gut ausgebildeten und ausgerüsteten Helfer und Helferinnen seit zwei Monaten nicht mehr zu Einsätzen gerufen werden. Auch zeigte die persönliche Stellungnahme des scheidenden Gemeindebrandinspektors Ahl, dass zwischen ihm und dem Bürgermeister in den letzten Monaten nicht alles rund gelaufen sein muss. Seine verbalen Angriffe auf Bersch legen diesen Schluss nahe. Mit der Wahl der neuen Führungsspitze mit Gemeindebrandinspektor Alfred Helfrich und Stellvertreter Rainer Donnerstag sollen sich nun die Wogen glätten. Ein Problem ist noch nicht gelöst: Die Einsatzstärke am Tage ist nicht gewährleistet. Ahl berichtete, dass am Tage nur 6 Einsatzkräfte und keine Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen, gefordert seien jedoch 18 Einsatzkräfte mit 8 Atemschutzgeräteträgern. Einig waren sich die Redner mit ihrem Appell: Mehr Bürger und Bürgerinnen sollten sich für ein Engagement in der Einsatzabteilung begeistern und „mit dem Herzen dabei sein“, wie Bürgermeister Bersch es ausdrückte. „Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns“, sagte Bersch, der bekannte, dass er in den letzten Monaten schlaflose Nächte gehabt habe. Zuversichtlich meinte er: „Wir werden alles in ruhiges Fahrwasser bringen“. Kreisbrandinspektor Müller hob in seinen Ausführungen die Notwendigkeit der ausreichenden Tageseinsatzstärke hervor, es müsse weiter versucht werden Mitglieder zu gewinnen, denn „der Bürger erwartet professionelle Hilfe“. Ein großes Dankeschön richtete Müller an die Einsatzkräfte, die bei der Deichsicherung und beim ICE-Unfall aktiv waren. „Das hat gut funktioniert“. Sieben neue Mitglieder der Einsatzabteilung erhielten von Gemeindebrandinspektor Ahl die Feuerwehrsatzung und ihre Verpflichtungserklärung zur Unterschrift ausgehändigt, unter ihnen auch Gemeindevertretervorsteher Walter Öhlenschläger, der den Kreisbrandinspektor auf eine notwendige Satzungsänderung aufmerksam machte. Denn nach neuer Bestimmung haben  aktive Feuerwehrleute nun die Möglichkeit, im Alter von 60 Jahren einen Antrag auf weitere zwei Jahre in der Einsatzabteilung zu stellen. Hannelore Nowacki

    Die Einsatzabteilung bekommt von sieben neuen Mitgliedern Verstärkung. Foto: Hannelore Nowacki


    Die Wahlen

    Alfred Helfrich ist neuer Gemeindebrandinspektor. Als einziger Kandidat vorgeschlagen, wurde er mit 29 Ja- und 15 Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen gewählt. Wie auch bei der Wahl des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors wurden 48 Stimmen abgegeben. Einziger Kandidat war Rainer Donnerstag, der mit 26 Ja-Stimmen zum stellvertretenden Gemeindebrandinspektor gewählt wurde, neben 21 Nein-Stimmen gab es eine Enthaltung. Jugendfeuerwehrwart Patrick Embach wurde durch Abstimmung mit Handzeichen einstimmig wiedergewählt. Auch der bisherige Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung Heinz Kauß wurde per Handzeichen wiedergewählt. Für den Feuerwehrausschuss waren drei Beisitzer zu wählen. Von den vier vorgeschlagenen Kandidaten wurden in geheimer Wahl Florian Schollmaier (32 Stimmen), Kurt Hanisch (29 Stimmen) und Michael Embach (25 Stimmen) gewählt. Mit 7 Stimmen kam Roland Rothenstein nicht zum Zug.

     

     

     

     

     

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