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Fr., 05. Oktober 2018, 09:13 Uhr
Außergewöhnliches Konzertereignis am 14. Oktober in der Kulturscheune Wattenheim / Erstmals mit Abendessen
„All Night Jazz" — Musik der Magie und Atmosphäre
Die New Yorker Sopranistin Janice Dixon wird einer der Höhepunkte bei „All Night Jazz" sein. Foto: oh
WATTENHEIM/GROSS-ROHRHEIM – Da die evangelische Kirche in Groß-Rohrheim zurzeit renoviert wird, findet die diesjährige Auflage von „All night Jazz” am 14. Oktober in der Kulturscheune in der Rheinstraße 40 in Biblis-Wattenheim statt. Hier wartet auf Musikliebhaber ein einmaliges Ambiente im alten Bauernhof mit Park mit Fischteich und gepflastertem Hof, liebevoll dekoriert. Als Besonderheit ist diesmal ein Abendessen im Eintrittspreis von 15 Euro enthalten. Auch verkürzt sich die Jazznacht auf 18 bis 22 Uhr, Einlass ist um 17 Uhr.
„Beibehalten haben wir den Mix aus hochkarätigen Profis und Amateuren, und auch in diesem Jahr steht die Bühne allen Interessierten ab circa 21.30 Uhr zur Session offen”, so die Organisatoren.
Als Opener spielt das P-Trio Eigenkompositionen von abstrakt bis schön in atypischer Trio-Besetzung. Michael Distelmann (Kontrabass) hat mit Barockorchestern die Welt bereist, bevor er seine Liebe zum Jazz entdeckte. Eberhard Petri hat mal klassisch Jazz gelernt und ist musikalisch immer noch auf Entdeckungsreise. Ralf Keidel (Querflöte) lernte die Spielweisen des Jazz unter anderem bei Stephanie Wagner und Uli Partheil. Heute geht das P-Trio in der Eskimo Suite den Erlebnissen der Eskimoforscher um die Jahrhundertwende in Nordmanitoba auf den Grund. Die Expeditionen endeten meist tödlich: „Es gibt Robbe“. Nicht mehr ganz frisch. Musikalisch wird beleuchtet, auf welch vielfache Weise die Forscher an ihre Grenzen geführt wurden.
Janice Dixon und John Stowell haben erstmals 2013 in der Jazznacht in der Groß-Rohrheimer Kirche musiziert, eine spontane Session von 15 Minuten, die sich allen Zuhörern als magischer Moment in die Erinnerung eingebrannt hat. Die international gefeierte New Yorker Sopranistin Janice Dixon singt an allen großen deutschen Opernhäusern und war fast 20 Jahre als Solistin am Nationaltheater Mannheim engagiert. Der legendäre amerikanische Jazzgitarrist John Stowell ist einer der besten Jazzgitarristen weltweit, besonders anerkannt und bewundert in der Community der Jazzgitarristen. Stowell hat einen eigenen Stil entwickelt, der lineares und akkordisches Spiel verschmilzt. Dies ist nur durch seine spezielle „stowellsche“ Spieltechnik möglich, die gleichermaßen von Pianisten, Bläsern und Gitarristen beeinflusst wurde.
Musikalisch ein besonderer Genuss: Der legendäre amerikanische Jazzgitarrist John Stowell. Foto: oh
Erneut mit dabei ist das Jürgen Wuchner Quartett. Nach dem viel zu frühen Tod von Janusz Stefański, Jürgen Wuchners großartigem Freund und Schlagzeuger, suchte der Darmstädter Bassist und Komponist neue musikalische Konstellationen. Der Saxophonist Wollie Kaiser war eine naheliegende Wahl, denn er ist ohnehin ein vertrauter und langjähriger musikalischer Wegbegleiter. Den Trompeter Daniel Schmitz aus dem Saarland hatte Wuchner zuletzt in seine Großformation United Colors of Bessungen berufen und hat mit ihm eine weitere originelle Melodiestimme aufgetan. In dem Frankfurter Uli Schiffelholz, seit 2010 Mitglied im Jazzensemble des Hessischen Rundfunks, hat Wuchner einen würdigen Nachfolger am Schlagzeug gefunden, der bereits durch viele Kooperationen mit Wuchners tänzerischer, oft humorvoller Musik bestens vertraut ist.
Kartenreservierung sind bei bei Adrian Steier-Bertz per E-Mail unter steier-bertz@web.de oder bei Eberhard Petri unter Eberhard.Petri@gmx.de möglich. zg