Alla hopp! Am Sonntag ging es mit Programm um Körper, Seele und Geist
Alle hatten Spaß auf der alla hopp!-Anlage
Viel Platz für Bewegung gibt es in der alla hopp!-Anlage – da kann man sogar nach Herzenslust rennen. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Hochsommerlich heiß war es am Eröffnungstag, zwei Tage später, am Sonntag, verlockten milde Temperaturen zum ausgedehnten Aufenthalt in der alla hopp!-Anlage – und ein vielseitiges Programm für alle Generationen, das die Stadt Bürstadt gemeinsam mit Vereinen und Dorisa Winkenbach gestaltet hatte. Erholung und Erlebnis ergänzten sich im Bürgerhauspark auf bislang nicht gekannte Weise. Trubel und gemächlicher Genuss gingen eine wunderbare Partnerschaft ein. Generationen übergreifend waren die jüngsten Besucher von den Bewegungsangeboten für die Älteren begeistert, während die reifere Generation Gefallen am fröhlichen Springen auf den zahlreich über das alla hopp!-Gelände verteilten Trampolinen fand. Der weiche grüne Rasenteppich war die Einladung an viele Besucher, ihre Decken auszupacken, um hier einige gemütliche Stunden zu verbringen. Während die Kinder herumtollten, konnten die Eltern beruhigt die Natur und das bunte Treiben auf sich wirken lassen. Ein prachtvolles Blüten-Mandala mitten im saftigen Rasengrün zog die Blicke auf sich, das die Freiwillige Feuerwehr Bürstadt mit kreativen Besuchern und den Feuerstrolchen zusammen gestaltet hatte. „In den Farben des Feuers“, erklärte Nicole Held. Unter ihrer Leitung stand das große Team der Kinder- und Jugendfeuerwehr, das sich am Sonntag für die Besucher engagierte. Von der Feuerwehrjugend selbst bemalt war das hübsche Brandhaus, an dem Kinder die züngelnden Flammen auf dem Dach mit gezieltem Wasserstrahl löschen konnten. Im Pavillonzelt am Basteltisch entstanden schöne Mobiles im Flammenstil. Das Sonntagsprogramm hatte die vier Naturelemente Luft, Feuer, Wasser und Erde zum Thema. Zum Element Luft hatten sich die Erzieherinnen des Kindergartens St. Peter einiges einfallen lassen. Wie bastelt man luftige Mobiles mit Naturmaterialien? Diese Frage hatten die Erzieherinnen und Kinder gemeinsam gelöst. Bei einem Waldspaziergang letzte Woche sammelten sie viele Zapfen, Hölzchen und Zweige, die nun mit interessierten Besuchern zusammen mit gekauften Holzperlen und Federn zu Mobiles kombiniert wurden. Mit umgedrehten Tontöpfen hatten sie eine Riech- und Duftorgel aufgebaut, aus dem Loch strömten Gerüche, die es zu erraten galt. Leiterin Birgit Steube machte verblüffende Erfahrungen, was den einen wie Rosenduft vorkam, hielten die anderen für Seife, berichtete sie. Richtig lag Bürgermeisterin Barbara Schader mit ihrem Eindruck, es könnte Thymian im Topf verborgen sein. Begeistert von der wohltuenden Wirkung war sie gerade vom Chi Gong im Park gekommen, das zum Mitmachen für Jung und Alt angeboten wurde. Formen und Farben gehen in der alla hopp!-Anlage immer wieder andere Verbindungen ein – zum Beispiel kann man im Blauen verweilen, ein transparentes Gehäuse mit Blick auf das Geschehen. Die elfjährige Stefanie und die neunjährige Zuzanna aus Bürstadt probierten es und hielten es im Blauen eine ganze Weile aus. Was hat ihnen bisher am besten gefallen, eine Frage, die sie ganz spontan beantworteten: Stefanie fand die große Rutsche am besten, ihre Freundin das Trampolinspringen. Auf dem Vorplatz des nahe gelegenen Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth saßen die Besucher gemütlich unter Sonnenschirmen bei Kaffee und Kuchen. Am Vormittag hatte hier das Programm mit dem Platzkonzert des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr begonnen. Erfolgreiche Stunden erlebten die Damen der Kreativgruppe des Betreuten Wohnens in der Rathausstraße an ihrem Stand mit selbst gefertigter Deko und gestrickten Fan-Artikeln für die Fußballfreunde in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Die Renner bei der Handarbeitsgruppe des Altenheims am Verkaufstisch nebenan waren die selbst gemachten Tiere zum Liebhaben wie Frosch und Krokodil, die Kinder und Eltern begeisterten. Überall in der alla hopp!-Anlage gingen die Besucher auf Entdeckungsreise und fanden, was sie zuvor noch nicht bemerkt hatten. Hannelore Nowacki
Stimmung in Blau – das probierten Stefanie und Zuzanna aus. Rutsche und Trampolin hatten sie schon mit viel Spaß getestet. Foto: Hannelore Nowackia h