Eine Woche vor der Bundestagswahl U18-Wahl in Bürstadt am 15. September
Alle Kinder und Jugendliche lernen wählen
Im Dreierteam organisieren sie die U18-Wahl: Timo Spring, Gabriele Werner und Mareen Weirich. Der gesamte Jugendrat hat sich bereit erklärt die U18-Wahl zu unterstützen. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Das Wahlplakat ist schon aufgehängt, die Stimmzettel sind gedruckt. Nun kommt es darauf an, dass am 15. September viele Kinder und Jugendliche zu dieser ganz besonderen Wahl gehen. Das Wahllokal für diese U18-Wahl in der Erich-Kästner-Schule wird von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. In den aufgestellten Wahlkabinen werden die jungen Wählerinnen und Wähler auf den Stimmzetteln die Erststimme und die Zweitstimme ankreuzen, so wie es die wahlberechtigten Bürger bei den Bundestagswahlen am 24. September auch machen. Natürlich ist die U18-Wahl geheim wie es das Grundgesetz bestimmt. Das Organisationsteam mit Gabriele Werner, der stellvertretenden Wahlleiterin in Bürstadt, Timo Spreng vom Parlamentarischen Büro der Stadtverwaltung und der Vorsitzenden des Jugendrats Mareen Weirich hatte am Montagabend zu einem Pressegespräch eingeladen, um diese U18-Wahl einem größeren Leserkreis vorzustellen und zur Teilnahme an der Wahl zu motivieren. Die Politik habe diese Wahlen gewünscht und dies in einer Stadtverordnetenversammlung 2016 beschlossen, erklärte Spreng. Bei den U18-Wahlen 2013 hätten in ganz Deutschland 200.000 Kinder und Jugendliche in 1.500 Wahllokalen gewählt. Allerdings sollen sich die Eltern bei der Wahl zurückhalten, schon gar nicht mit in die Wahlkabine kommen. Anders als bei den Bundestagswahlen können Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten bei der U18-Wahl teilnehmen, die deutsche Staatsangehörigkeit ist nicht verlangt. Auch können Kinder und Jugendliche aus anderen Schulen und Gemeinden ins Wahllokal in der Erich-Kästner-Schule kommen, da es keine ortsbezogenen Wählerverzeichnisse gibt. Zur besseren Handhabung für die U18-Wahl wurden die Stimmzettel für die U18-Wahl auf normales Blattformat gebracht. Da die Wahl geheim ist, wird auf dem Stimmzettel nicht nach dem Namen gefragt, für die Statistik nützlich wäre jedoch, wenn die Kinder und Jugendlichen ihr Alter und Geschlecht ankreuzen. Mit den Schulleitungen der Schillerschule und der Erich-Kästner-Schule sei bereits darüber gesprochen worden. Im Rahmen der politischen Bildung werde in den Klassen 5 bis 10 der Erich-Kästner-Schule das Thema Wahlen, politisches System und Parteien im Unterricht aufgegriffen, das sei mit den Schulleitungen der Schillerschule und der Erich-Kästner-Schule besprochen worden. Aus Altersgründen werden in der Schillerschule, einer Grundschule, nur die Viertklässler zur Wahl aufgerufen, wie mit Rektor Torsten Wiechmann besprochen. Die Mitglieder des Jugendrats haben sich bereit erklärt, am Wahltag in Schichten zu arbeiten. Ab 18 Uhr werden die Stimmen gezählt. Im Portal www.u18.org/ sind weitere Informationen sowie die Wahlergebnisse zu finden. Hannelore Nowacki