Die 18 Damen des Frauenchors setzten internationale Akzente. Foto: Ehret
HÜTTENFELD - Mit dem „Weihnachtslied“ von Oskar Blarr eröffneten die „Young Voices“ des MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld das diesjähriges Advents- und Weihnachtskonzert in der prall gefüllten Herz-Jesu-Kirche. Der Verein verfügt über fünf Chorsparten, die allesamt beeindruckende weihnachtliche Klänge in das Gotteshaus mit seiner hervorragenden Akustik zauberten. Neben dem traditionellen Männerchor, dem Kinder- und Jugendchor (Young Voices) und dem Frauenchor rückt der gemischte Chor „Purple Voices“ immer mehr in den Mittelpunkt der Auftritte des Sängerbund Hüttenfeld. Die Kinder begeisterten mit ihren schwungvollen Liedern „In der Weihnachtsbäckerei“ und „Alles freut sich, dass du kommst“ dem Titellied des Abends. Julia Plenert und Lucia Andolfatto rührten hier als Solistinnen die Herzen der Zuhörer. Die 17 Mädchen und Buben stehen unter der Leitung von Ronald Ehret und erklärten dann noch musikalisch, wie ein Engel auszusehen hat. Er hat viele Gesichter und kann in jedem Menschen verborgen sein. Auch der Jugendchor wird von Ehret geleitet und überzeugte stimmlich mit modernem und auch klassischem Liedgut. Da kam mit „The Virgin Mary“ das Genre des Gospels zum Einsatz, und mit der englischen Weihnachtshymne „Hymn of Triumph“ zeigten die 18 jungen Damen, was in ihren Kehlen steckte. „O komm du Morgenstern“ von Zoltan Kodaly bewies, dass die „Young Voices“ durchaus in der Lage sind, auch klassische Chormusik zu präsentieren. Bewährter Begleiter auf dem Keyboard war einmal mehr Bruno Ehret. Marc Bugert setzte eindrucksvoll seinen Frauenchor musikalisch in Szene. Alpin kam „Winter hüllt ein Stadt und Land“ des österreichischen Chor-Komponisten Lorenz Maierhofer daher und stellte den Kontrapunkt zum „Christmas Lullaby“ des Engländers John Rutter dar, beim dem Susanne Egler als Solistin in Erscheinung trat. Weitere zeitgenössische Weisen („Das Licht kommt in die Welt“, „Carol of the bells“) rundeten ein ausgewogenes Programm, das mit klaren Stimmen vorgetragen wurde, ab. Marc Bugert wählte für seinen Männerchor altbekannte Weisen aus. „Seht diesen Stern“ von Alfons Burkhardt war neu im Programm und verfehlte dabei ebenso wenig die stimmungsvolle Wirkung wie das von Gotthilf Fischer arrangierte Lied „Frieden“. Und beim „Trommellied“, dem Ohrwurm aus Amerika, liefen die 20 Männer zu Höchstform auf und bewiesen einmal mehr, dass man wohl quantitativ Einbußen hinnehmen musste, aber stimmlich unverwechselbar als der Hüttenfelder Männerchor zu erkennen war. Zudem war der Männerchor der Einzige, der an diesem Abend fast durchweg A Capella sang. Friedhelm Ehret überzeugte einmal mehr beim „Alle Völker wollen Frieden“ von Franz-Josef Siegel als Solist. Die „Purple Voices“ vertreten die gemischte Chorgattung und werden ebenfalls von Bugert geleitete. Und sie enttäuschten das Hüttenfelder Publikum erneut nicht und bewiesen eindrucksvoll, dass der gemischte Chorgesang die Krone der Vokalmusik ist. Bugert setzte auch beim Auftritt des „jüngsten“ Chores des Vereines auf Werke John Rutters, der anspruchsvolle Chorsätze niedergeschrieben hat. „Angel’s Carol“ und „For the beauty of the earth“ sind wahre Meisterwerke und forderten den Sängerinnen und Sängern alles ab. Ruth Elaine Schram nahm sich den bekannten Kanon von Johann Pachelbel vor und arrangierte daraus einen passablen Chorsatz zu dem Text „Dona nobis pacem“ den die 30 Choristen überzeugend interpretierten. Bevor der Weihnachtsmann dann die Kinder bescherte, beschlossen die Chöre der „Young Voices“ gemeinsam mit „Bleib‘ bei uns Herr“ ein begeisterndes Konzert. ehr