Lampertheimer Behindertenbeirat zu Gast beim Bundesbehindertenbeauftragten, Jürgen Dusel, in Berlin
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Berlin war für den Lampertheimer Behindertenbeirat eine Reise wert. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, reiste der Lampertheimer Behindertenbeirat nach Berlin. Nach der Anreise am späten Abend mit dem barrierefreien Busunternehmen Fischer aus Zwingenberg bezog die Reisegruppe ihre Zimmer in einem zentral gelegenen Hotel.
Der zweite Tag in Berlin begann am Dienstag schon sehr früh mit dem Besuch des Kleisthauses, dem Amtssitz des Beauftragten. Hier wurden die geschichtlichen Hintergründe des Kleisthauses erklärt. Im Verlauf kam Jürgen Dusel noch persönlich dazu, so dass ihm viele Fragen gestellt werden konnten, welche er auch sehr anschaulich und für jeden verständlich beantwortete. Nach einer kurzen Vorstellung der Aufgabenbereiche des Behindertenbeauftragten ging die Gruppe schnell in eine lebhafte und interessante Diskussion über.
Ob die Behandlung von Inklusion in den Arbeitsmarkt, die Barrierefreiheit in öffentlichen und privaten Gebäuden oder die Probleme mit der Krankenkasse für die Beschaffung notwendiger Hilfsmittel – die Diskussion zeigte deutlich, dass aktuell noch viel Handlungsbedarf besteht. Im weiteren Verlauf wurde dann noch das Bundesarbeitsministerium vorgestellt.
Am Nachmittag stand dann ein geschichtlicher Programmpunkt an: Besuch der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Wechselnde Ausstellungen sollen über die ständige Präsentation hinaus bewirken, dass jüdische Geschichte plastisch und begreifbar wird. Das Centrum Judaicum ist eine Informationsstelle für jüdisches Leben und sieht sich als Brücke zwischen ost- und westeuropäischem Judentum, indem es jüdische Positionen zu Themen unserer Zeit formuliert.
Beim Abendessen im Sony-Center bekamen die Reisenden dann überraschend Besuch von Herrn Dusel und seiner Frau. Es war ein gelungener Abend.
Der folgende dritte Tag in Berlin startete nach einem Sicherheitscheck mit dem Besuch des Reichstags. Nun stiegen die Lampertheimer dem Parlament sprichwörtlich aufs Dach. Sehenswert war nicht nur der der Blick über Berlin von der Dachterrasse aus, auch die neue Glaskuppel des Reichstages beeindruckte. Wieder am Fahrstuhl angekommen, stieß Jürgen Dusel zur Gruppe um ein schönes Gruppenfoto zu machen. Im weiteren Tagesverlauf besichtigten die Lampertheimer das Reichstagsgebäude und den Plenarsaal. Leider fand keine Bundestagsdebatte während des Besuches statt. Am Nachmittag stand außenplanmäßig eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Bus zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche auf dem Programm. Weltbekannt als Wahrzeichen des Berliner Westens ist die Turmruine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten neuromanischen Kirche, die heute ein Museum und Mahnmal für den Frieden ist.
Am nächsten Morgen war die viertägige Berlinreise zu Ende. Dank dieser Informationsfahrt konnten sich die Lampertheimer ein Bild der politischen Institutionen und historischer Orte machen. zg