NABU: 1.250 Amphibien konnten vor Tod auf der Fahrbahn gerettet werden
Amphibien-Schutzaktion in Hüttenfeld erfolgreich beendet
In Hüttenfeld wurden viele Amphibien eingesammelt und so vor dem Tod auf der L3111 gerettet. Foto: oh
LAMPERTHEIM – 1.250 Amphibien konnten zwischen Februar und April in der Schrebergartensiedlung durch vielen helfenden Händen vor dem Tod auf der Fahrbahn der L3111 gerettet werden. Die Tiere wurden neben dem teilweise neu installierten Schutzzaun aufgelesen und zum Anglerteich gebracht. Der NABU Lampertheim e.V. dankt allen Helfern, die sich mit insgesamt 114 Einsätzen in den Abendstunden engagiert haben.
Die Erdkröten wandern zwischen Februar und April vom Waldrand bis zum ca. einen Kilometer entfernten Laichgewässer. Besonders in regenreichen Nächten wandern hunderte Tiere gleichzeitig. Der nun schon wieder eingesetzte Rückzug ins Sommerquartier erfolgt zeitversetzt und ist weniger auffällig. Dieser kann sich je nach Amphibienart (z. B. Grasfrösche) bis in den November hinein ziehen. Die Wanderung der Jungtiere weg vom Laichgewässer in ihren eigentlichen Lebensraum erfolgt zwischen Juni und Juli.
Es war die erste in dieser Form koordinierte Aktion in Hüttenfeld. Die engagierten Experten der Amphibien-Rettergruppe des NABU Kreis Bergstraße, Silvia Fusch und Walter Schuck, unterstützten den NABU-Lampertheim mit Fachwissen und in der Koordination der zahlreichen Helfer. zg