
KREIS BERGSTRASSE – Mit den ersten milden Nächten beginnt die Amphibienwanderung. Frösche, Kröten, Molche, Feuersalamander & Co machen sich auf den Weg von ihrem Winterquartier zu den Laichgewässern. Die Wanderwege, die die Tiere schon immer nutzen, werden heute vielerorts von stark befahrenen Straßen durchschnitten – mit fatalen Folgen für diese Tiere, wenn keine Schutzmaßnahmen durch den Menschen ergriffen werden. Die Bestände gehen bundesweit seit Jahren in erheblichem Maße zurück. In vielen Regionen werden Rückgänge von bis zu 80 Prozent innerhalb von nur wenigen Jahre verzeichnet.
Um die wandernden Amphibien vor dem Straßentod zu bewahren, errichtet der NABU auch im Frühjahr 2026 wieder temporäre Amphibienschutzzäune. An vielen Straßen werden zusätzlich Hinweisschilder aufgestellt, die Verkehrsteilnehmende um besondere Rücksicht bitten, denn auch durch sogenanntes Barotrauma – die veränderten Druckverhältnisse unter oder neben einem fahrenden Fahrzeug – können Tiere bereits bei Geschwindigkeiten über 30 km/h tödlich verletzt werden. Für das Errichten und Betreuen der Amphibienschutzzäune ist der NABU dringend auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen – ohne ehrenamtliche Mithilfe sind die Maßnahmen nicht durchführbar. Es liegt an uns, diese Tiere zu schützen.
Wer beim Aufbau der Schutzzäune oder während der Amphibienwanderung unterstützen möchte, wird gebeten, vorab Kontakt aufzunehmen: E-Mail: Silvia.Fusch@nabu-bergstrasse.de oder WhatsApp, Signal und Telefon: +49 157 564 03309. zg
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