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  • Do., 09. November 2023, 09:17 Uhr
    GEMEINDEVERTRETUNG: Karsten Krug seit Dienstag als neuer Bürgermeister im Dienst

    Amtseinführung mit viel Applaus

    Karsten Krug hat die Ernennungsurkunde erhalten. Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM – „Der heutige Abend ist einerseits ein Abschluss, aber auch ein Anfang“, sagte Groß-Rohrheims neuer Bürgermeister Karsten Krug in seinem Schlusswort am Ende der Sondersitzung der Gemeindevertretung. Für ihn bedeute es einen neuen beruflichen Abschnitt, für „unseren Ort einen Neuanfang“. Krug dankte den Wählern für die großartige Unterstützung am 8. Oktober und seiner Frau für die Rückendeckung. Den anderen Kandidaten dankte er für den „durchaus sachlichen Wahlkampf“. Auf konstruktive, zielorientierte Zusammenarbeit setze er.

    Der Posten des Bürgermeisters ist seit Montagabend nach rund fünf Monaten Vakanz wieder besetzt, nachdem Rainer Bersch Ende Mai seine Abwahl angenommen hatte. Karsten Krug hat die Bürgermeisterwahl am 8. Oktober mit deutlicher Mehrheit gegenüber den beiden Mitbewerbern Frank Meister (Wählergemeinschaft Leben in Groß-Rohrheim) und Heiko Sonnleitner-Seegmüller (parteilos) gewonnen. Auf Krug, der SPD-Mitglied ist und für seine Partei von 2016 bis 2021 auch Erster Kreisbeigeordneter war, hatte sich als unabhängiger Kandidat beworben und erreichte fast 72 Prozent der Stimmen. Genau 1.454 Wähler hatten sich für Krug entschieden. Bei seinem ersten Anlauf 2008 auf das Bürgermeisteramt hatte Krug gegen Rainer Bersch verloren. Wie Wahlleiter Klaus Menger zu Beginn der Sondersitzung der Gemeindevertretung in der Bürgerhalle mitteilte, gab es keine Einsprüche. Die Gültigkeit der Wahl beschlossen die 16 anwesenden Gemeindevertreter einstimmig mit ihrer gelben Ja-Karte.

    Der Erste Beigeordnete Peter Heß (SPD), der bis dahin die Amtsgeschäfte geführt hatte, händigte Krug nach den vorgegebenen Regularien der Hessischen Gemeindeordnung die Ernennungsurkunde aus. Anschließend wurde Krug durch den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Torsten Henzel (SPD) auf die gewissenhafte Erfüllung seiner Aufgaben verpflichtet. Seinen Amtseid legte Krug mit der Schlussformel „so wahr wie mir Gott helfe“ ab.

    Karsten Krug spricht den Eid. Foto: Hannelore Nowacki


    „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dir und dass sachlich zusammengearbeitet werden kann“, sagte Henzel an den neuen Bürgermeister gerichtet, der vom Publikum und den Gemeindevertretern mit lang anhaltendem Applaus im Stehen gefeiert wurde. Unter den über hundert Zuschauern waren Krugs Ehefrau Sabrina und Tochter, Vereinsvertreter und Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde sowie als Ehrengäste die Bürstädter Bürgermeisterin Barbara Schader und die Bürgermeisterkollegen aus Gernsheim, Biblis und Lorsch, Landtagsabgeordnete, der Erste Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf und Landrat Christian Engelhardt, der als erster Gastredner ans Mikrofon kam und seine Glückwünsche aussprach. Von einem beeindruckenden Wahlsieg sprach Engelhardt und hob als großes Plus des neuen Bürgermeisters dessen Verwaltungsausbildung hervor. Die letzten Monate seien für Groß-Rohrheim und ihn selbst als Chef der Kommunalaufsicht nicht gerade einfach gewesen, meinte Engelhardt. Sein Angebot: Seine Tür stehe immer offen. Den Bürgern Groß-Rohrheims wünschte er eine gute Zeit mit Bürgermeister Krug.

    SPD-Fraktionsvorsitzender Horst Menger betonte, dass es am Ende immer um das Wohl der Gemeinde gehe. Walter Öhlenschläger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler – Bürger für Groß-Rohrheim, nannte die Wahl von Krug „die beste Wahl für unser Dorf“ und bot dem neuen Bürgermeister die „offene und ehrliche Zusammenarbeit“ an. Im Namen der Vereine sprach die 1. Vorsitzende des Turnvereins Pia Strubel und bot Krug die Zusammenarbeit an. Sie betonte den Beitrag der Vereine für die Dorfentwicklung und deren Bedeutung für die Gesellschaft.

    Für seine Kollegen sprach der Lorscher Bürgermeister, Christian Schönung, Krug ein herzliches Willkommen in der Runde der Bürgermeister im Ried aus. Seinem langjährigen Leiter des Lorscher Hauptamts bescheinigte Schönung absolute Verlässlichkeit sowie Beharrlichkeit.

    Am Ende lud der Vorsitzende der Gemeindevertretung Henzel die Besucher zu einem Umtrunk ein, mit der Gelegenheit Bürgermeister Krug zu gratulieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Hannelore Nowacki

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