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  • Mo., 04. August 2025, 10:25 Uhr
    ERWEITERUNG DER KIESGRUBE: „Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim“ kämpfen für eine Badestelle

    „Angebot des Betreibers ist keine Option!“

    Foto: www.123RF.com

    GROSS-ROHRHEIM – Die Alois Omlor GmbH beantragte bekanntlich eine Erweiterung der bestehenden Kiesgrube um rund 14 Hektar, was in etwa der Größe von 20 Fußballfeldern entspricht. Sowohl auf der neuen Fläche als auch auf einem Teil der bestehenden Kiesgrube soll bis zu einer Tiefe von 60 Metern Kies und Sand abgebaut werden. Die Gemeindevertretung hatte dazu am 11. Juli auf Antrag der „Freie Wähler-Bürger für Groß-Rohrheim“ mit großer Mehrheit den nachfolgenden Beschluss gefasst: „Die Zustimmung zu dem Antrag der Firma Alois Omlor GmbH erfolgt unter dem Vorbehalt, dass der Antragsteller vor Beginn des Abbaus auf den im Antrag benannten Grundstücken eine genehmigungsfähige Planung zur Schaffung einer Bademöglichkeit an der Kiesgrube vorlegt. Deren Realisierung darf nicht an das Ende des Kiesabbaus verschoben werden, vielmehr soll sie innerhalb von ca. zwei Jahren nach Abbaubeginn möglich sein.“ Die Wählergemeinschaft möchte damit dem großen Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger Rechnung tragen, dass in der viele Jahrzehnte als Badesee genutzten Kiesgrube in absehbarer Zeit das Baden wieder möglich wird. Beispiele in der näheren und weiteren Umgebung sind Beweis dafür, dass Bagger- und Badebetrieb zeitgleich möglich sind und sich nicht gegeneinander ausschließen. Das Angebot des Betreibers, dass am Ende des Kiesabbaus möglichweise eine Badestelle eingerichtet werden könnte, ist keine Option. Schließlich soll der Abbau bis zur 25 Jahre lang dauern. 

    Planfeststellungsbescheid liegt ab 20. August im Rathaus aus

    Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass in der jetzt veröffentlichten Genehmigung des Darmstädter Regierungspräsidiums nicht ein Wort zu der einschränkenden Stellungnahme der Gemeindevertretung enthalten ist. Auch ist nicht bekannt, ob die Gemeindeverwaltung dazu eine Rückinfo aus Darmstadt erhielt. „Für uns stellt das die grobe Missachtung eines Beschlusses der Gemeindevertretung dar. Wir werden auf jeden Fall weiter für die schnellstmögliche Einrichtung einer Badestelle an der Kiesgrube kämpfen und uns mit dem Planfeststellungsbescheid nicht so einfach abfinden“, so Fraktionsvorsitzender Walter Öhlenschläger. In der Zeit vom 20. August bis zum 3. September liegt der Planfeststellungsbeschluss im Groß-Rohrheimer Rathaus öffentlich aus. Außerdem ist er auf der Website des Regierungspräsidiums einsehbar. zg

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