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  • Do., 29. September 2016, 22:59 Uhr
    Defizit bei den Kinderbetreuungseinrichtungen

    „Angemessene Elternbeteiligung“

    BÜRSTADT - Zum Tagesordnungspunkt mit dem sperrig klingenden Beschlussvorschlag „Minimierung des strukturellen Defizits bei den Kinderbetreuungseinrichtungen der Stadt Bürstadt“ entwickelte sich in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch eine lebhafte Debatte, die mit einstimmiger Beschlussfassung zur Gebührenerhöhung um zunächst 10 Prozent am 1. August 2017 endete. Ebenfalls erfolgt eine „Anpassung“ im Krippenbereich. Alexander Bauer (CDU) vergab der städtischen Kinderbetreuung eine hervorragende Note, es gebe einen waldpädagogischen Kindergarten, modernste Einrichtungen, attraktive konzeptionelle Betreuungsangebote und Gebäude, das Personal sei gut ausgebildet, motiviert und auskömmlich bezahlt. Fast könne man von einem „Bildungsgarten“ statt „Kindergarten“ sprechen. Zur Diskussion stehe „was ist angemessene Elternbeteiligung“. Am Personal wolle man nicht sparen, doch müssten Synergien bei Fortbildungen und Dienstleistungen, bei Versicherungen und Verträgen genutzt werden. Den Pakt am Nachmittag an der Schillerschule nannte Bauer „eine kluge Entscheidung“. Auch nach der Anpassung bleibe Bürstadt familienfreundlich im unteren Mittelfeld der Gebühren im Vergleich mit anderen Kommunen – aber „Qualität hat ihren Preis“. Hans-Georg Gött (SPD) stimmte zu: „Die Qualität stimmt“, die Gebührenerhöhung resultiere aus den Tarifverträgen. Im Haupt- und Finanzausschuss hätten CDU und SPD gemeinsam an der Lösung gearbeitet. Eine Arbeitsgruppe wird sich mit dem Thema Gebührenanpassung im U3-Bereich zum 1. August 2017 und zur grundsätzlichen Bewertung alternativer Finanzierungsmodelle befassen. Der Deckungsbeitrag bei den Elternbeiträgen liegt zurzeit bei 17 Prozent. Der Landesrechnungshof fordert bei einem Defizit von 3,2 Millionen Euro bei den Kinderbetreuungseinrichtungen eine Deckung von 33 Prozent. In den nächsten beiden Jahren will die Stadt Bürstadt eine Deckung von 25 Prozent erreichen. Hannelore Nowacki

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