KATHOLISCHE KIRCHE: Taufbaum in Hofheim als Zeichen der Verbundenheit für Familien
Apfelernte in der Pfarrkirche St. Michael
Pfarrer Adam Malczyk von der Pfarrgemeinde St. Michael hatte zu einer Andacht rund um die Taufe eingeladen, bei der der Taufbaum „abgeerntet“ wurde. Foto: Petra Gahabka
HOFHEIM – In der Balthasar-Neumann-Kirche steht seit dem vorletzten Jahr ein Taufbaum. Am Tauftag ihres Kindes haben die Eltern zur Erinnerung einen roten Apfel aus Holz an den Baum gehängt und die katholische Pfarrgemeinde St. Michael hat als Zeichen der Verbundenheit für die Familien gebetet. Am vergangenen Sonntagnachmittag waren die Eltern und Täuflinge des Jahrgangs 2020/2021 zu einer Andacht eingeladen, in der der Baum nun „abgeerntet“ wurde. Dass die Mehrzahl der Eltern trotz der gegenwärtigen Pandemiesituation gekommen war, freute Pfarrer Adam Malczyk sehr. Omas, Opas und weitere Verwandte durften an der kleinen Feier leider nicht teilnehmen. „Jeder rote Apfel ist wie die Sonne, die uns anlächelt. Damals war es ein bewegender Moment als Sie den Apfel aufgehängt haben“, erinnerte der Geistliche an den Tag der Taufe und bat darum, dass Gott in allen Höhen und Tiefen der Erziehung hilft. Organistin Hilde Keim sorgte für den musikalischen Rahmen, die Fürbitten wurden von Eltern vorgetragen. Jede Familie erhielt ein Fläschchen „Hofheimer Weihwasser“, mit dem sie ein Kreuz auf die Stirn der Kinder bezeichneten und das Taufversprechen erneuerten. Pfarrer Malczyk bat „um den Segen für jeden Tag ihres Lebens“, anschließend traten die Eltern einzeln nach vorne und pflückten die roten Äpfel, die mit den Namen und dem Taufdatum der jungen Gemeindemitglieder versehen waren. Künftig soll es jedes Jahr solch eine Andacht geben - dann hoffentlich ohne Personenbegrenzung. Die erste Taufe 2022 hat bereits stattgefunden, der erste Apfel hängt also schon. Petra Gahabka