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  • Do., 29. Juli 2021, 12:59 Uhr
    BIEDENSAND BÄDER: Nur bei rot-gelber Fahne Aufsicht am Badesee gewährleistet / Rettungsschimmer gesucht

    Appell zu gegenseitiger Rücksicht beim Baden im See

    Bitte achten Sie beim Baden im Badesee aufeinander – denn nur wenn die rot-gelbe Fahne weht ist eine Aufsicht gewährleistet, ansonsten erfolgt das Schwimmen hier auf eigene Gefahr.  Archivfoto: TIP-Verlag


    LAMPERTHEIM – Nach dem tragischen Badeunfall am Dienstag mit dem Tod eines 81-Jährigen im Badesee in den Biedensand-Bädern zeigte sich das Team der Bäder geschockt – zumal es glücklicherweise zuvor keinen tödlichen Badeunfall in der Geschichte der Biedensand-Bäder gegeben hatte. Aus diesem Grund war das Freibad am Mittwoch auch geschlossen, da das Team noch unter Schock stand. „Vielen Dank für das Verständnis seitens der Badegäste, wir alle haben diesen Tag gebraucht”, erläuterte Bäderchef Marius Schmidt am Donnerstag bei einem Pressetermin vor Ort. Dabei nutzte er die Gelegenheit, auf die wichtigsten Regeln und Gefahren rund um das Baden in einem See aufmerksam zu machen. 

    „Wir sind traurig und schockiert und in Gedanken bei den Angehörigen. Das Freibad ist eigentlich ein Ort der Freude und der Erholung, dass hier jemand einen tragischen Tod gefunden hat ist eine Last, die wir mit uns tragen”, so ein sichtlich emotionaler Marius Schmidt. Der Tod des Stammgastes der Bäder hatte offensichtlich einen medizinischen Notfall als Ursache, auch wenn hier die polizeilichen Ermittlungen noch laufen. Eine Fremdeinwirkung kann jedoch ausgeschlossen werden. 

    Appell an Badegäste

    „Das Baden in einem See birgt immer Gefahren, natürlich auch in unserem Badesee. In diesem Fall hätte wahrscheinlich keine Vorsichtsmaßnahme geholfen, aber in anderen Fällen kann dies durchaus der Fall und lebensrettend sein”, so der Bäderchef. Grundsätzlich gibt es eine Badeaufsicht im Freibad, deren Hauptaugenmerk richtet sich jedoch besonders auf das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken. Darüber hinaus ist das Aufsichtsteam jedoch selbstverständlich auch für andere Anliegen der Badegäste ansprechbar. Der See selbst wird ehrenamtlich und gegen eine kleine Aufwandsentschädigung von der DLRG überwacht. Hierfür gibt es ein deutliches Zeichen: Weht die rot-gelbe Fahne am Badesee – was am Dienstag zum Zeitpunkt des tragischen Unfalls nicht der Fall war –, ist die DLRG vor Ort. Andernfalls erfolgt das Schwimmen im See auf eigene Gefahr. Daher gilt: Bitte achten Sie auf die Fahne und gehen Sie nur im See schwimmen, wenn diese weht oder Sie anderweitig abgesichert sind. Marius Schmidt richtet einen Appell an die Badegäste: „Seien Sie im Badesee umsichtig und vorsichtig. Gerade bei älteren Menschen und bei Kindern sollte auf jeden Fall jemand am Ufer sein und den See beobachten, wenn die DLRG nicht vor Ort ist. Und ganz wichtig: Unsere Aufsicht ist immer da – zögern Sie nicht und melden Sie sich sofort, wenn Sie jemanden vermissen, der schwimmen gegangen ist! Seien Sie aufmerksam und geben Sie aufeinander acht!”

    Rettungsschwimmer gesucht

    „Sollte es junge Menschen geben, die das Rettungsschwimmabzeichen haben, können sie sich gerne per E-Mail unter info@biedensand-baeder.de an uns wenden, wir sind immer auf der Suche nach Honorarkräften, die auf diesem Weg unsere Badeaufsicht und die DLRG unterstützen können”, so Marius Schmidt abschließend. Benjamin Kloos

     

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