
BERGSTRASSE – Die Notfallseelsorge im Landkreis Bergstraße hat eine neue Koordinatorin: Christine Burg-Seibel arbeitet seit dem 1. Mai in der Geschäftsstelle der Notfallseelsorge im Heppenheimer Haus der Kirche, dem Sitz des Evangelischen Dekanats Bergstraße. Dort ist sie auch angestellt. Finanziert wird die Viertelstelle aus Mitteln des Landkreises Bergstraße. In der Geschäftsstelle arbeitet Burg-Seibel mit Sabina Geiger zusammen, die als Sekretärin das Büro der Notfallseelsorge betreut. Unterstützung in ihrer Koordinatorinnen-Tätigkeit erhält sie zudem von Gemeindereferent Michael Held, dem Beauftragten für Notfallseelsorge des Katholischen Bistums Mainz. Für Christine Burg-Seibel verbindet die neue Aufgabe vieles, was ihren beruflichen Weg seit Jahren prägt: Menschen begleiten, Strukturen gestalten und Verantwortung in einem kirchlichen Umfeld übernehmen. Die 55-Jährige bringt Erfahrungen aus Organisationsentwicklung, Beratung, Projektarbeit und Verwaltung mit. Zugleich nähert sie sich der Notfallseelsorge nicht nur beruflich, sondern auch persönlich: Derzeit absolviert sie selbst die Ausbildung zur ehrenamtlichen Notfallseelsorgerin. Die Arbeit in diesem Bereich habe für sie „eine hohe Sinnhaftigkeit“, sagt sie. Deshalb wolle sie sich auch ehrenamtlich engagieren. Bis zu den Sommerferien werde sie drei von vier Ausbildungsmodulen abgeschlossen haben, danach folgten das letzte Modul und das Praktikum. Geboren wurde Christine Burg-Seibel in Mainz, aufgewachsen ist sie in Wiesbaden, studiert hat sie in Gießen. „Ich bin aus Hessen nie wirklich herausgekommen“, sagt sie mit einem Lächeln. Seit rund zwanzig Jahren lebt sie mit ihrem Mann an der Bergstraße. Das Paar hat zwei Kinder, die inzwischen erwachsen sind und studieren. Die Region sei ihr ans Herz gewachsen, auch wenn ihr „wirklich der Rhein vor der Haustüre“ fehle.
Menschen vernetzen, Prozesse begleiten, Entwicklungen anstoßen – solche Aufgaben kennt Christine Burg-Seibel aus ihrem Berufsalltag seit vielen Jahren. Sie hat Fortbildungen organisiert, Gruppen begleitet und gelernt, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. Genau diese Erfahrungen sieht sie auch als wichtige Grundlage für ihre neue Aufgabe in der Notfallseelsorge. Heute ist sie zudem als Lektorin im Dekanat beauftragt. Auch außerhalb von Beruf und Kirche ist die neue Koordinatorin vielseitig engagiert. Musik spielt in ihrem Leben eine wichtige Rolle. Sie singt im Kammerchor Cantemus Bensheim und engagiert sich im Heppenheimer Verein „Forum Kultur“. Dort verantwortet sie den Bereich Kammermusik. Einen eher stillen Ausgleich findet sie im eigenen Garten. „Gut entspannen kann ich mich bei der Gartenarbeit, bevorzugt beim Unkrautrupfen“, sagt sie – und meint das ausdrücklich ernst. Die Notfallseelsorge kannte Christine Burg-Seibel bislang vor allem aus der Außensicht – über Kolleginnen und Kollegen, aus Beratungszusammenhängen und aus der öffentlichen Berichterstattung. Umso mehr freue sie sich darauf, nun Teil des Teams zu werden, neue Begegnungen zu erleben und die Arbeit der Notfallseelsorge im Landkreis Bergstraße mitzugestalten. zg
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