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  • Do., 02. Dezember 2021, 10:22 Uhr
    INKLUSION: Zusammenarbeit der Stadt Lampertheim und Lebenshilfe 

    Arbeitsgruppen erarbeiten Aktionsplan Inklusion bis Sommer 2022

    Der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Lampertheim und dem Verein Lebenshilfe Lampertheim und Ried wurde vom Ersten Stadtrat Marius Schmidt (links) und dem Vereinsvorsitzenden Günther Baus unterzeichnet. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Arbeiten zum Aktionsplan Inklusion haben sich schon gut entwickelt, darüber berichteten beim Pressetermin zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages der Stadt Lampertheim mit dem gemeinnützigen Verein Lebenshilfe Lampertheim und Ried der Erste Stadtrat Marius Schmidt, der Leiter der Stabsstelle Soziales Alexander Dexler sowie vom Verein Lebenshilfe Projektkoordinatorin Chantal Schwarz und der Vorsitzende Günther Baus. Seit dem Auftaktworkshop mit über 50 Teilnehmern in der Zehntscheune am 2. Oktober bearbeiten fünf Arbeitsgruppen ihre jeweiligen Handlungsfelder Arbeit und Beschäftigung; Bildung und lebenslanges Lernen, Wohnen, Mobilität und Barrierefreiheit; Sport, Kultur und Freizeit. Wegen der Corona-Lage fanden die Kontakte jedoch mehr digital als persönlich statt, erklärte Schwarz, deren Stelle durch das Projekt finanziert wird. Nun steigt der Verein Lebenshilfe als erfahrener lokaler Träger in Fragen der Inklusion offiziell mit Vertrag in das Projekt ein. Einen freudigen Anlass nannte Schmidt, der als Sozialdezernent auch für die Inklusion zuständig ist, die Vertragsunterzeichnung. Grund zur Freude seien die geplante Finanzierung sowie die funktionierenden Arbeitsgruppen und die Steuerungsgruppe. Das Gesamtprojekt werde in der Planungsphase bis Sommer 2022 auf 10.000 Euro geschätzt, teilte Baus mit, danach erfolge die Umsetzungsphase mit weiteren Kosten für die konkreten Maßnahmen, daher würden weiterhin Sponsoren gebraucht. Als gemeinnütziger Verein habe die Lebenshilfe bei der Aktion Mensch Unterstützung beantragen können, geholfen hätten dabei Berater der Lebenshilfe auf Bundesebene. Damit sind 90 Prozent der Kosten abgedeckt. Für die restlichen 10 Prozent war von der Volksbank Darmstadt-Südhessen der Leiter Regionalmarkt Jochen Dill mit einem symbolischen Scheck in Höhe von 1.000 Euro gekommen. Ein finanzielles Restrisiko gebe es, doch geht Dexler davon aus, dass es das Geld von der Aktion Mensch geben wird. Vertraglich festgelegt, gehe die Stadt Lampertheim in Vorfinanzierung und springe durch eine Ausfallbürgschaft  ein, erklärte Schmidt. Im Vertrag sei das Projekt definiert, mit Absicherung der Umsetzung bis zur Vorlage des Aktionsplans Inklusion in der Stadtverordnetenversammlung nach der Sommerpause. In den Arbeitsgruppen seien auch Stadtverordnete und Verwaltungsmitarbeiter vertreten. Warum ein Aktionsplan Inklusion in Lampertheim? Dexler wies auf die UN-Behindertenrechtskonvention hin, die Aktionspläne auch für die lokale Ebene empfiehlt, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderung zu verbessern. Das Projekt, das auf die Initiative von Dexler und dem Behindertenbeirat zurückgeht, wird von Professor Albrecht Rohrmann von der Universität Siegen wissenschaftlich begleitet. Inklusion sei ein Prozess, machten Schmidt und Dexler deutlich, der nicht endet, sondern durch Monitoring, Evaluation und Nachsteuern weiterentwickelt wird. Schmidt geht davon aus, weitere Fördermittel nutzen zu können, zum Beispiel für mehr Barrierefreiheit im Hallenbad sollen aus dem Förderprogramm für Gemeinschaftseinrichtungen 60.000 Euro beantragt werden. Gerne können sich noch Menschen melden, die mitmachen möchten, wünscht sich Dexler, denn mehr Leute bedeuten auch mehr Ideen. Hannelore Nowacki 

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