Kleintierzuchtverein hatte zum Parkfest mit Freilandschau eingeladen
Auch Hühner mögen es trocken
Der junge Nachwuchs beim Kleintierzuchtverein Bobstadt hat sich ein lebendiges Hobby ausgesucht. Robin weiß, wie man das Holländische Zwerghuhn halten muss. Max (links) ist stolz auf seine schätzungsweise 30 Bergfarbenen Zwerghühner und weitere Rassen, seine Schwester Vanessa (rechts) hat nicht so viele Hühner. Die dreijährige Effi erzählte begeistert von ihren Hühnern, die bei ihr zu Hause leben. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Gute Stimmung trotz Regen – das gönnten sich am Sonntag die Gäste und die Mitglieder des Kleintierzuchtvereins Bobstadt auf ihrer Anlage Am Mittelfeldweg - allerdings lieber im Trocknen im Vereinssaal sitzend. In den Regenpausen lockte jedoch der Aufenthalt im Freien. Ein Dutzend Helfer und Helferinnen kümmerte sich um das Wohl der Gäste. Eingeladen hatte der Verein die Bevölkerung zum Parkfest und zur Freilandschau, doch der ergiebige Dauerregen bis zum Mittag durchkreuzte diese Planung. Auch später tröpfelte es immer wieder. Eine kurze Umschau mit Regentropfen zeigte: Selbst Hühner mögen den Regen nicht, sie zogen es vor, sich in ihren Gehegen im Grünen unterzustellen. Bunte Sommerblumen im Park entlang der Parzellen leuchteten um die Wette, ein schöner Kontrast zu dunklen Wolken. Neu angelegt ist der Kinderspielplatz im Grünen, hier fühlt sich eine Bananenstaude wohl. Prächtig leuchtendes Gefieder zeigten Goldfasan und Rotgoldfasan, so viel Schönheit ist mehr als einen Blick wert. Den Weibchen fehlt es allerdings an Gold. Entzückende Zwerghühner ließen ein leises Fiepsen hören. Zutraulich sind die Hühnchen, wie sich beim Fotoshooting mit den Kindern zeigte. Ruhig ließ sich das vier Monate alte Holländische Zwerghuhn von Robin auf der Hand halten. Erfahrung hat er schon, denn seine Eltern Karl-Heinz und Christine Maul-Kropp haben zurzeit fast siebzig Zwerghühner. Erster Vorsitzender Jürgen Szekely war mit dem Tag trotz des Wetters zufrieden. Das Essen sei wie immer gut angenommen worden. Der Bevölkerung spreche er seinen Dank aus, betonte der Vereinsvorsitzende, weil sie auch diesmal wie jedes Jahr gekommen sei. Auf der Speisekarte standen Schnitzelvariationen, Brat- und Currywurst mit Pommes, auch Kaffee und Kuchen gab es zu genussfreundlichen Preisen. Was den Vorsitzenden freut: Viele Kinder sind ganz verrückt nach Hühnern und schauen gerne beim Eierholen zu. Häufig kommen Opas mit ihren Enkelchen vorbei. Auch sein fünfjähriger Sohn habe schon Interesse. Den Vereinsmitgliedern gehe es darum, seltene Rassen am Leben zu erhalten, nur zugelassene und eingetragene Rassen werden gezüchtet. Da die Tiere natürliches Futter bekommen, schmecken die Eier sehr lecker, erzählte Szekely, etwa 200 Eier könne ein solches Huhn im Jahr legen. Überraschungsgäste kamen am Nachmittag - der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehren Bürstadt und Hofheim hatte sich spontan zum Besuch entschlossen. Das Platzkonzert im Freien mit flotten Stücken wie „Kurfürstliche Jägerfanfaren“ und „Sommersarabande“ belohnten die Zuschauer mit begeistertem Applaus. Hannelore Nowacki