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Fr., 24. Februar 2023, 08:58 Uhr
RÜCKBAUANLAGE BIBLIS: 80 Meter hoher Turm hinterlässt 15.000 Tonnen konventionellen Bauschutts / Einsturz der Kühltürme von Block B sind ab dem Jahr 2024 geplant
Auch zweiter Kühlturm von Block A erfolgreich zu Boden gebracht
Spezialisten eines renommierten niederländischen Abbruchunternehmens den 80 Meter hohen zweiten Kühlturm von Block A kontrolliert und erfolgreich zum Einsturz gebracht. Foto: Mirco Metzler / Die Knipser
BIBLIS – Nun ist auch der zweite von insgesamt vier Kühltürmen in der Rückbauanlage Biblis Geschichte. Am Donnerstag haben Spezialisten eines renommierten niederländischen Abbruchunternehmens den 80 Meter hohen Turm kontrolliert und erfolgreich zum Einsturz gebracht. Bereits am 2. Februar war der erste Kühlturm von Block A abgebaut worden.
Der sichere Rückbau des zweiten Turms von Block A erfolgte nun erneut durch gezielte Schwächung der Struktur. Dabei wurde das Bauwerk durch das Einbringen von Schlitzen in die Betonschale und durch das Entfernen von Stützen mithilfe eines ferngesteuerten Baggers so weit geschwächt, dass es um 14.25 Uhr kontrolliert in sich zusammenfiel und die umliegenden Gebäude sowie Hochspannungsleitungen dadurch nicht beeinträchtigt wurden.
Der erfolgreiche Abbruch des zweiten Kühlturms ist aus Sicht der RWE Power AG ein weiterer Meilenstein am Standort Biblis. Damit wird der kontinuierliche Fortschritt des, seit Sommer 2017 laufenden, Rückbaus der Anlage auch nach außen sichtbar.
Der kontrollierte Einsturz der Kühltürme von Block B sind ab dem Jahr 2024 geplant. Die Kühltürme sind in der Betriebsphase nie mit Radioaktivität in Berührung gekommen. Sie dienten zu Betriebszeiten des ehemaligen Kernkraftwerks dazu, den Rhein bei heißen Sommertemperaturen oder Niedrigwasser nicht zu stark mit Wärme zu belasten.
Die je Turm anfallenden rund 15.000 Tonnen des konventionellen Bauschutts werden in den kommenden Wochen aufbereitet. Die Betonqualität macht es möglich, dass das Material zum größten Teil als Kiesersatz für die Beton-Produktion oder als Zuschlagsstoff in der Zementindustrie wiederverwertet werden kann. zg