Do., 29. September 2016, 08:40 Uhr
Hospizinitiative entsendet fünf neue Helfer in ihre Aufgaben
Auf dem letzten Weg Halt geben

Die fünf neuen ehrenamtlichen Helfer der Hospizinitiative bekamen ihre Zertifikate, eine weiße Rose sowie einen Engel überreicht. Von links: Janina Sieger, Reinhold Wetzel, Katja Borries, Regina Platz und Edelgard Schietinger. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – In ihrer Ausbildungszeit, die gerade erst am vergangenen Sonntag abgeschlossen wurde, haben sich die neuen Hospizhelfer Katja Borries, Regina Platz, Edelgard Schietinger, Janina Sieger und Reinhold Wetzel auf ihre anspruchsvolle Arbeit vorbereitet. In dieser Zeit setzten sie sich intensiv mit den eigenen Ängsten und Erfahrungen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer auseinander. „Wir haben unsere Wahrnehmung geschult, zugehört, verstehen gelernt und loslassen und aufstehen geübt“, blickte die Ausbilderin und hauptamtliche Koordinatorin der Hospizinitiative im Ried Gaby Weiß-Szerpa auf die intensive Zeit zurück. Am Mittwochabend übergab die Hospizinitiative im Ried die Zertifikate im Rahmen einer offiziellen Aussendungsfeier. „Hospizhelfer wird man nicht aus einer Laune heraus, sondern weil man seinen Mitmenschen in besonders schwierigen Situationen weiter helfen möchte“, hob der Vorsitzende der Hospizinitiative Wolfgang Zeißner in seiner Begrüßung hervor. Und damit dies ohne bei sich selbst Schaden zu nehmen möglich sei, bereite man sich gründlich darauf vor. Außerdem überreichte Weiß-Szerpa den neuen Hospizhelfern eine weiße Rose sowie einen Engel. „Der Engel möge euch begleiten, denn nicht immer ist eine Begleitung einfach“, erklärte die hauptamtliche Koordinatorin. Im Februar dieses Jahres hat sich die Gruppe zum ersten Mal getroffen, zu sechst ging es dann in den Grundkurs. In der anschließenden Praktikumsphase hat sich die Zahl der neuen Hospizhelfer dann auf fünf reduziert. Ein Teilnehmer sei aus Zeitgründen ausgeschieden. In der Vertiefungsphase, die an zwei ganzen Wochenenden stattgefunden hatizhelfer, setzten sich die neuen Hospizhelfer dann bewusst mit der Helferposition auseinander, um Menschen gut begleiten zu können. Insgesamt begleiten und unterstützen nun 28 ehrenamtliche Hospizhelfer Sterbende und Schwerkranke auf ihrem letzten Weg. Eva Wiegand