Fastnachtssitzung des DFC unner uns mit furiosem Abschluss
Auf dem roten Teppich nach Hollywood
Die DFC-Küken beeindruckten das Publikum als Raumfahrer und „Man in Black“. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Der rote Teppich war vor dem großen Saal im Bürgerzentrum ausgerollt, denn bei der Fastnachtssitzung des DFC unner uns am Freitagabend durften sich alle Besucher als VIPs wie in Hollywood fühlen. „Hollywood“ war auch das Motto des Abends mit zahlreichen Darstellern auf der Bühne, die dem Publikum ein Zwanzig-Punkte-Programm mit Tanzvorführungen, Bütten, Shows und bekannten Größen aus der Unterhaltungsszene bis in die Nacht boten. Vertreten waren der hohe närrische Adel aus der ganzen Region mit großem Gefolge, die Lampertheimer Stadtprinzessin Janine I. mit Abordnung des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß und das Bürstädter Stadtprinzenpaar Manuela II. und Marcel II. mit Vereins-AG sowie Prinzessin Annika I. vom alten Land vom Karnevalclub Biwwelser Babbel Dasche. Die Abordnung des HCV Bürstadt wurde von Präsident Patrick Brenner angeführt, die Sackschdoahogger vom Vorsitzenden Joachim Huy. Die Ehre gaben sich auch die Bibliser Gurkenkönigin Paula I. und Gurkenprinzessin Larissa I. aus dem nichtnärrischen Umfeld. Allerlei lustige Gesellen und Damen aus vielen Epochen und Erdteilen hatten sich im voll besetzten Saal eingefunden. Als Scheich aus der sonnigen Wüste hatte Bürgermeister Felix Kusicka neben seiner Frau Monika Platz genommen. Nach der Begrüßungszeremonie auf der Bühne mit Reden der Hoheiten und Ordensverleihungen sagte Vereinsvorsitzender Stefan Heiser das Tanzmariechen-Duo Jamira und Sabrina an. Nach Applaus und Zugabe zeigten Eva-Maria Hofer und Patrick Frick vom Bürstädter Fastnachtsclub BFC in ihrer Büttenrede wie es sich als Ehepaar lebt. Er kommt nach Hause und fragt sie: „Wo steht das Essen, ich habe Kohldampf“. „Im Kochbuch auf Seite 17“, bekommt er zur Antwort. Aber sie weiß: „Fettnäpfchen, da dabbt er ja gern rein“. Die vier Büttenreden wechselten mit den Tanzvorführungen ab. Lara mit Oma sprachen über das Leben, die beiden sonderbaren Stewardessen Renate und Christel waren mit ihrem Konzept Work & Travel unterwegs und unterwiesen die Zuschauer in Sicherheit auf dem Flug. Evelyn Wunder erzählte als Verkäuferin im Baumarkt und „blondes Wunder“, was die Männerwelt so treibt. Die Schunkelrunden befeuerte „Pik As“-Klaus Schäfer, der die Sitzung musikalisch begleitete. Beim DFC unner uns sind sechs Tanzformationen aktiv, die dem Publikum ihr Können zeigten - bei insgesamt 55 aktiven Mitgliedern, wie Pressewartin Inge Ganz mitteilte. Die DFC-Küken und Spatzen im Alter von 3 bis 10 Jahren begeisterten die Zuschauer zunächst in Raumanzügen, dann mit „Man in Black“. Zur Belohnung feuerte das Publikum eine vierstufige Rakete ab. Zur Musik von Boney M. tanzten der junge Keanu, Kirsten und Kerstin einen kleinen Act.
Die Wildecker Herzbuben sind es nicht – auf der Bühne standen die Zwillinge Jochen Heiser (links) und Stefan Heiser, der eine DFC-Präsident, der andere DFC-Vorsitzender. Foto: Hannelore Nowacki
Viel Applaus spendete das Publikum der DFC-Storchengarde (zwischen 12 und 20 Jahren) und Flamingogarde (ab 21 Jahre). Die DFC-Paradiesvögel, Damen im besten Alter, kamen nach ihrer Vorführung von „New York, New York“ und „Diamonds are a girl’s best friends“ erst nach der Zugabe von der Bühne. Nach der Pause funkelten die „Kolibris“ in zauberhafter Dunkelheit, das Männerballett tanzte seine Choreografie bedächtig , während das Publikum vor Vergnügen tobte und lautstark eine Zugabe erwirkte. Im witzigen Showact „Dick und Doof“ brillierten Nadine und Heike mit geschmeidiger Tanzeinlage, lustig ohne Worte, mit Mimik und Musik. Und schon folgte der nächste Stimmungsknaller. Wohl dem, der einen Vogel wie Gregor hat. Bauchredner Andreas Knecht hatte seinen frechen Vogel mitgebracht, der schwört kein Faultier zu sein. Ein Problem mit Freitag dem 13. habe er nicht, meinte der Vogel, wohl aber damit, dass der Montag dann schon der 16. ist. Auch ganz „unmöglich“ ist der Vogel manchmal. Doch das sympathische Tierchen kommt beim Publikum gut an, auch wenn es nicht weiß, dass es gerade in Biblis auftritt. In Hockenheim!! Warum das? „Weil die hier alle hocke“, antwortete Gregor. Das sollte sich bald ändern, denn gleich danach traten die Wildecker Herzbuben auf, leibhaftig, wie es schien. Aber der Augenschein trog, die Zwillinge Stefan Heiser, DFC-Vorsitzender, und Jochen Heiser Vereinspräsident, mimten die Musiker einfühlsam und heizten dem Publikum mit einem Potpourri ein, unvermeidlich die Fischerin vom Bodensee, Rosamunde und Herzilein. Dann kamen die Classic Brothers. Die bekannte Band mit Charles Shaw, die in der Region und auch bei den Gurkenfesten für Stimmung sorgt, war für ein einstündiges Konzert gebucht. Schon um eine Stunde überzogen war das Programm. Aber die Zuschauer, die bis dahin durchgehalten hatten, kannten bei diesen Rhythmen kein Halten mehr. Jetzt ging die Party los, viele Zuschauer riss es von den Plätzen. Hannelore Nowacki