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  • Mo., 13. Februar 2017, 15:37 Uhr
    Andächtiges und fröhliches Zusammenkommen in St. Michael

    „Auf den Fastnachtsgottesdienst drei donnernde Helau“



    Pfarrer Peter Kern begrüßte die große Gemeinde mundartlichen Reimen und blickte auf fünf Jahre Fastnachtserlebnisse zurück. Foto: Eva WiegandBÜRSTADT – Nach einem Jahr Pause öffneten sich die Kirchentore in diesem Jahr wieder für den Fastnachtsgottesdienst in St. Michael und wie erwartet, waren alle Plätze belegt. Ganz dem Anlass entsprechend, schmückten bunte Luftballons das Mikrofon. Auch das KKM-Orchester präsentierte sich im traditionell farbenprächtigen Fastnachtsoutfit und begleitete musikalisch den Einzug der bunten Narrenschar. Mit viel Tamtam und Narrhallamarsch zogen die Garden des SKK 50 sowie des HCV Bürstadt in ihren prächtigen rot-weißen und blau-weißen Uniformen feierlich in die Kirche ein. Pfarrer Peter Kern begrüßte dann auch gleich neben der Stadtprinzessin Ann Cathrin I. und ihrem Gefolge die große Gemeinde die sich zum Fastnachtsgottesdienst eingefunden hatte. 

    Mundartlich und in heiteren Reimen machte er deutlich, wie froh er sei, dass er nicht als Fastnachtsprinz habe herhalten müssen: „Liebe Ann-Cathrin, deine Entscheidung war wirklich gescheit, hast mich damit von einer großen Bürde befreit“. Und schon brach schallendes Gelächter in der Kirche aus. Dann blickte der „Parrer“ nicht nur auf fünf Jahre seiner persönlichen Fastnachtserlebnisse zurück, in denen er es, nicht zuletzt seiner Herkunft geschuldet, als Lampertheimer in Bürstadt nicht immer leicht hatte, sondern ließ die närrische Gemeinde auch an seinen Abnehmversuchen teilhaben. So sei die Allerhopp Anlage in Sachen Schlankheitsbemühungen eine feine Sache, sein Lieblingsturngerät seien aber die neuen Stangen im Kreisel – „das Tor zur Welt nach Lampertheim“. „Eine Stange ist noch frei, hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“. Schließlich beendete er seinen Vortrag mit den Worten: „Mache wir uns gegenseitig net das Lewe schwer, das läuft dem Willen Gottes quer.“ Die Zuhörer quittierten seinen fastnachtlichen Bericht mit donnerndem Applaus. Zur Gabenbereitung sang Marcel Kilian dann Leonard Cohens Halleluja. Beim Singen des Sanctus-Liedes wies Pfarrer Kern die Gemeinde zum dreistimmigen singen an und lobte die stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger am Ende: „Wir brauchen für das Stadtjubiläum keinen neuen Chor, die Gemeinde ist der Jubiläumschor“. Darauf folgte die Kommunion, die das KKM-Orchester und Sänger Marcel Kilian mit dem Lied „Im Schatten des Doms“ begleitete. Zum gemeinsamen Vaterunser hakten sich die Gottesdienstbesucher als Zeichen der Zusammengehörigkeit unter und reichten sich nach dem Gebet mit den Worten „Friede sei mit Dir“ die Hände. Nach einem dreifach donnernden Helau auf den Fastnachtsgottesdienst und dem Segen begann der feierliche Auszug. Die Hälfte der Kollekte des diesjährigen Fastnachtsgottesdienst fließt in das von der Stadtprinzessin Ann Cathrin I. unterstützte soziale Projekt der Behindertenhilfe Bergstraße. Eva Wiegand

     
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