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  • Do., 25. August 2022, 10:00 Uhr
    BRAUCHTUM: Rohremer Kerb mit tollem Festumzug und begeisterten Zuschauern

    Auf den Rollen tobte der Bär und Süßes kam geflogen

    Die Rohremer Kerweborsch in Hochform beim Verteilen von Süßigkeiten und Freibier. Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM – Nicht allein die Rohremer Kerweborsch zeigten sich beim Festumzug am vergangenen Sonntag in Bestform, auch auf den anderen Rollen der Vereine und Gäste aus der Nachbarschaft waren die Mitfahrer komplett von der Rolle. Im Takt rasanter Musik sprangen die fröhlichen und vielfach auch von geistreichen Getränken inspirierten Gruppen synchron in die Höhe bis die Rolle bebte. Das Publikum am Wegrand wie in der Kornstraße hatte es sich teilweise in Hofeinfahrten mit Tischen, Stühlen und Bewirtung in Eigenregie gemütlich gemacht. Begeisterung und fröhliche Stimmung begleitete den Festumzug mit über zehn Zugnummern entlang der Strecke. Schon frühzeitig hatten sich Anwohner und andere Kerwebesucher am Straßenrand Plätze gesichert, bei der hochsommerlichen Hitze am liebsten im Schatten. Feierlich geflaggt war an mehreren Häusern. Helfer vom THW Lampertheim riegelten die Straßen mit Gittern ab, sobald die Mitteilung per Funk kam, dass der Festzug sich vom Aufstellungsplatz in Bewegung gesetzt hatte. Erwartungsvoll schaute man immer wieder in der Kornstraße Richtung Unterführung. Kommen sie schon? Um diese Frage ging es ziemlich lange, Geduld war gefragt. Kinder durften bei ihrem Papa auf den Schultern Platz nehmen, was wegen der besseren Aussicht auf jeden Fall ratsam war. Um 14.15 Uhr ging die Startmeldung ein, dann dauerte es noch gut eine halbe Stunde bis die großen Fahnen aus der Unterführung auftauchten. „Die werden nicht mehr geübt sein bei der steilen Unterführung“, meinte eine Zuschauerin, denn seit zwei Jahren hatte es wegen der Coronapandemie keinen großen Kerweumzug mehr gegeben. Das versäumte Vergnügen wurde nun in vollen Zügen nachgeholt. Freibier floss bei einigen Rollen in die Becher und wurde ans Publikum verteilt, von anderen Rollen wurden Brausetütchen und sonstige Süßigkeiten für die Kinder geworfen, die sie schnell aufsammelten. Die Kerweborsch in bester Layla-Stimmung führten den Zug mit Fahnenschwenker an. Viel Spaß hatten auch die Kinder vom kommunalen Kindergarten auf ihrem besonders ideenreich dekorierten Wagen und bei der Freiwilligen Feuerwehr loderte die Leidenschaft fürs Feuer. Die Wasserspritze war dabei und die Jugend verteilte mit Freude Flyer. Bürgermeister Rainer Bersch wurde in vergnügter Verfassung auf der Rolle der Oaldkerweborsch erkannt. Nach einer halben Stunde bogen die letzten Wagen in die enge Wingertstraße ein. Hier wurde den Anwohnern ein lautstarkes Spektakel geboten, bis es nach einer Weile weiterging Richtung Falltorhausstraße dann zur Bürgerhalle. Kerwerede ist Spaß und läuft nicht nach Plan, das nahmen die vielen jungen Leute, die sich in Gruppen zur Bürgerhalle aufmachten, ganz cool.

    Hannelore Nowacki

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