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Di., 05. Juli 2016, 09:04 Uhr
Sommerfest im Kindergarten „Glückskäfer“ – die Welt in Wattenheim zu Hause
„Auf den Spuren der Glückskäfer erkunden wir die Welt“
Tanzen machte Spaß – auch beim Zuschauen. Dieser polnische Tanz verlangte eine komplexe Choreografie. Foto: Hannelore Nowacki
WATTENHEIM – Überall grauer Himmel und immer wieder Regen – und dann das Wunder von Wattenheim. Pünktlich zum planmäßigen Beginn des Sommerfestes beim Gemeindekindergarten „Glückskäfer“ am Samstagnachmittag zeigte sich blauer Himmel und dann auch noch Sonne. Im Garten war alles für die Vorführungen der Kinder und das anschließende gemütliche Beisammensein auf der Terrasse vorbereitet. Zwei neue Zeltpavillons gaben den Kindern Schatten, hätten aber auch bei Regen geholfen. Fahnengirlanden schmückten die Terrasse und der Rutschenhügel wurde zum Fahnenhügel. Die großen bunten Fahnen waren später bei der Verlosung zu gewinnen. Leiterin Britta Spatz begrüßte die Besucher und erzählte was die Kinder und Erzieherinnen gemeinsam eingeübt hatten. Auch Bürgermeister Felix Kusicka war gekommen, um die Vorführungen zu erleben. Auf die Reise durch die Welt hatten sich die Kinder über einen Monat vorbereitet und dabei Traditionen und viel Wissenswertes von zehn Ländern kennengelernt. Besonders die Sprachen fanden großes Interesse. Genau zehn Nationen sind unter den Glückskäfern vertreten, die beim Sommerfest mit ihren kulinarischen Spezialitäten vorgestellt wurden. Leckeres erwartete die Besucher beim Geschmacksparcours, der von den Eltern verschiedener Nationen bestückt worden war. Zu erraten war, in welchem Land diese feinen Happen üblicherweise auf den Tisch kommen. An der Kuchentheke fiel die Wahl angesichts der vielen Köstlichkeiten gar nicht leicht. Förderverein, Elternbeirat und Erzieherinnen hatten das Sommerfest organisiert. Beim Einzug in den Garten schwenkten die kostümierten Kinder große Fahnen, alle selbst gebastelt und bemalt. Vertreten waren Polen, Rumänien, Bosnien, USA, Somalia, Afghanistan, Marokko, Spanien, Ungarn und Deutschland. Zur Reise um die Welt gehörten Lieder für jedes dieser Länder, am Schluss ein Satz in der Landessprache.
Zum „Deutschlandtanz“ waren die Kinder nach Bayernart ausstaffiert, ein Kindertanz, der zum Freudentanz wurde. Foto: Hannelore Nowacki
Damit die Besucher mitsingen konnten, lagen die Texte auf den Tischen aus. Fürs Tanzen hatten die Kinder zwei Wochen mit ihren Erzieherinnen geübt. Schwungvoll sprangen und tanzten sie nun zur Musik, dass die Haar nur so flogen. Nach dem traditionellen Tanz aus Polen sahen die Zuschauer den „Bosnientanz“. Der „Deutschlandtanz“ war ein lustiger Schuhplattler zum Mitklatschen und Spaß haben. Auch die Kleinsten tanzten an der Hand von Erzieherinnen mit. „Das habt ihr ganz toll gemacht“, rief Britta Spatz den Kindern zu. Die stolzen Eltern filmten und fotografierten begeistert. Zwölf Vorschulkinder entließ Kindergartenleiterin Spatz feierlich mit Ansprache und Urkunde – alle seien absolut fit für die Schule, attestierte sie den Kindern. Was sie von der Schule erwarten? Gute Noten waren den meisten wichtig, aber auch gute Paten und Spaß. Nach dem großen Vorbild an amerikanischen Universitäten warfen die Kinder ihre selbst gebastelten Hüte in Luft. Die zufriedenen Eltern der Gruppe „Die schlauen Hunde“ dankten dem Kindergarten für die gute Zeit, die ihr Nachwuchs hier über drei und vier Jahre verbrachte. Zwei Fußballtore und ein Vogelhäuschen, das alle Namen der Kinder trägt, wird sie in Erinnerung halten. Hannelore Nowacki