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  • Mi., 01. Juni 2016, 22:25 Uhr
    Erste Stele am Altrhein eingeweiht – Sehenswertes entdecken

    Auf der Rheinachse von Groß-Rohrheim bis Neuburg radeln

    Einweihung der 1. Rheinachsenstele in Lampertheim am Rheinradweg EuroVelo15 am Dienstag (von links): Carmen Daramus (Projektbeauftragte im Stadtmarketing), Bürgermeister Gottfried Störmer, Ute Schollmaier (Wirtschaftsförderung Bergstraße/Tourismusagentur Nibelungenland), Reinhard Diehl (Geschäftsführer Unesco Geopark Bergstraße-Odenwald), Landrat Christian Engelhardt, Uwe Becher (Leiter Ordnungsamt), Verbandsdirektor Ralph Schlusche und Dr. Matthias Zürker (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Bergstraße). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die Radfahrer wird es freuen – mit dem Projekt „Regionalpark Rhein-Neckar“ sollen die Qualitäten der verschiedenen Landschaften und Freiräume in der Metropolregion in den Fokus gerückt werden. Dazu arbeitet der Verband Region Rhein-Neckar mit den Kommunen und weiteren Partnern in den Leitprojekten „MRNvernetzt“, „Blaue Landschaften“ und „Landschaft in Bewegung“ zusammen. Teil dieser regionalen „Freiraumstrategie“ ist die Weiterentwicklung und Vernetzung der Angebote, mit dem Regionalpark Rhein-Neckar als Plattform. Die Rheinachse ist 242 Kilometer lang – von Groß-Rohrheim im Norden bis Neuburg im Süden an der französischen Grenze kann man hier „mit dem Rad die blauen Landschaften entdecken“. Ein Weg mit 28 Kommunen, der vieles zu bieten hat, wie auch die gleichnamige Broschüre zeigt, die von der Metropolregion Rhein-Neckar herausgegeben wurde. Welche Städte und Gemeinden gibt es an der Strecke und wo lohnt es sich eine Pause zu machen? Informationen dazu sind auf der ersten Rheinachsenstele zu lesen. Am Ende der Biedensandstraße steht sie, mit Blick auf den Altrhein.  Am Dienstagvormittag wurde sie im Beisein von Landrat Christian Engelhardt, dem Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer und Partnern des Rheinachsenprojekts eingeweiht. Der Groß-Rohrheimer Bürgermeister Rainer Bersch freute sich, dass seine Gemeinde ganz oben auf der Stele steht: „Groß-Rohrheim ist nicht zu übersehen, hier fängt die Rheinachse an“. Dass dieser Radweg am Altrhein auf Lampertheimer Gemarkung gut genutzt wird, zeigte sich im Laufe des Pressetermins. Die vierkantige strahlend blaue Säule weist außerdem mit QR-Codes auf die ausführlichen Auskünfte im Internet hin. Ralph Schlusche, Direktor des Verbandes Region Rhein-Neckar, sprach drei Leitprojekte an, die der Verband mit den Kommunen der Region und weiteren Partnern gemeinsam entwickelt, um die Lebensqualität auch als Standortfaktor weiter zu sichern und zu steigern. Die Attraktivität der Region durch das vernetzte Regionalparkroutensystem soll darüber hinaus den Tourismus stärken. Dieses Radwegenetz sei eine Verpflichtung aus dem Staatsvertrag der Metropolregion Rhein-Neckar, die zugleich Ansporn sei, wie der Verbandsdirektor betonte. Dieser große Ballungsraum mit dem größten Freiflächenanteil der Region werde durch die drei Hauptrouten, die Kurpfalzachse von Osterburken bis Lambsheim in der Pfalz, die Rheinachse und die Ringroute mit den vorhandenen Themenradrouten miteinander verbunden. Eine möglichst weitgehende Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr soll es den Radfahrern ermöglichen, die gesamte Strecke zu erkunden. Landrat Christian Engelhardt will in der Metropolregion nicht nur ein Konzept für Herausforderungen sehen, die es zu lösen gelte, sondern „ein fühlbares Konzept, das die Menschen verbindet“.

    Bürgermeister Gottfried Störmer, Verbandsdirektor Ralph Schlusche und Landrat Christian Engelhardt sehen in der Radwegevernetzung großes Potenzial für mehr Lebensqualität in der Region. Foto: Hannelore Nowacki


    Dem Landkreis Bergstraße als „Scharnier“ zwischen den Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main bescheinigte er, ein sehr fahrradfreundlicher Landkreis zu sein - im Ried eine ebene Landschaft und für Mountainbiker der Odenwald. Bürgermeister Störmer sieht Potenzial für Lampertheim, das zu erkunden sich lohne. Den Radfahrern legte er die Möglichkeiten in Lampertheim ans Herz, eine Pause zu machen, die Gegend zu erkunden, zu essen und zu übernachten. Mit Blick auf das Hochwasser des Altrheins mit dem überfluteten Uferparkplatz meinte Dr. Matthias Zürker von der Wirtschaftsförderung Bergstraße, dass in Abstimmung mit der Stadt Lampertheim und der Tourismusagentur für die Stele der richtige Ort gefunden worden sei. Der Landkreis Bergstraße solle ein Vorzeigekreis werden, kündigte Zürker an. Sechs Rundwege mit Strecken von 20 bis 25 Kilometern sollen an die zentrale Rheinachse angedockt werden, stellte Reinhard Diehl in Aussicht. Der Geschäftsführer des Unesco Global Geoparks Bergstraße-Odenwald sieht in der ersten Rheinachsenstele „ein touristisches Ausrufezeichen am Wegesrand“. Die Broschüre „Die Rheinachse“, vom Verband Region Rhein-Neckar herausgegeben, gibt einen Überblick über das regionale Entwicklungsprojekt im Regionalpark Rhein-Neckar. Touristische Hinweise und Übersichtskarten geben Rüstzeug an die Hand. Weitere Informationen im Internet unter www.regionalpark-rhein-neckar.de und www.regionalpark-rhein-neckar.de/die-leitprojekte/mrn-vernetzt/rheinachse. Hannelore Nowacki

     

     
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