Ausflug von Religionskursen der 6. Klassen der EKS zu Synagoge, Jugend-Kirche und Moschee nach Mannheim
Auf der Spur dreier Weltreligionen
Auch eine Moschee stand auf dem Programm des Ausfluges zu verschiedenen Religionen. Foto: oh
BÜRSTADT – Ende Januar unternahmen Religions-Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe der EKS mit ihren Lehrerinnen Frau Held, Frau Kluge und Frau Adler und ihrem Lehrer Herr Held im Rahmen des Unterrichtsthemas „Geschwister im Glauben – Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Judentum, Christentum und Islam“ eine Exkursion in die jeweiligen Gebetshäuser. Die Schülerinnen und Schüler aus den katholischen und evangelischen Religionskursen konnten nun vor Ort ihr Wissen zur Synagoge, Kirche und Moschee unter Beweis stellen.
Die erste Station in Mannheim bildete die Synagoge der jüdischen Gemeinde Mannheims im Quadrat F3. Die Schülerinnen und Schüler lernten hier die Geschichte der Synagoge und der dazugehörigen Gemeinde kennen und entdeckten selbst die zentralen Gegenstände des jüdischen Glaubens in der Synagoge wieder. Besonders fasziniert waren sie von mehreren wertvollen Tora-Exemplaren, die in schön verzierten Mänteln im Toraschrein aufbewahrt wurden. Für alle Schülerinnen und Schüler war dies die erste Begegnung mit einer echten Torarolle. Sie konnten die Bedeutung dieser Schriftrollen für den Gottesdienst sehen und erfahren. Nach der etwa einstündigen Führung durch die Synagoge, ging es weiter in eine besondere Kirche: die Jugendkirche Samuel in Mannheim. Diese Kirche wurde vor fünf Jahren wiedereröffnet mit dem Ziel, eine Kirche für Kinder und Jugendliche zu sein. Die Schülerinnen und Schüler konnten hier ein neues Konzept von Kirche und Gottesdienst erleben und hatten sichtlich Freude am Erkunden der in der Kirche aufgebauten Stationen. Jugendpfarrer Daniel Kunz zeigte, welche Aktionen und Veranstaltungen in der Jugendkirche Samuel stattfinden und lud alle herzlich ein, doch einfach bei Interesse vorbeizuschauen. Nach diesem aktiven Stopp in der Kirche besuchten die Schülerinnen und Schüler die Yavuz Sultan Selim Moschee genau gegenüber der Jugendkirche Samuel. Hier konnten sie die rituelle Waschung vor dem Gebet sowie die Durchführung des Gebets beobachten. Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von dem weichen und dicken Teppich, der überall ausgelegt war und von dem ausgeschmückten Inneren des eigentlichen Gebetsraumes. Auf dem Teppich nahmen sie alle Platz und lauschten den Erklärungen zum Gebet, zur Gebetsrichtung und zu den Ritualen in der Moschee. Im Gebetsraum und bei den Erklärungen konnten die Schülerinnen und Schüler aus dem Unterricht bekannte Elemente wiederfinden und entdeckten Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam und dem Christentum.
Mit dem Besuch der Moschee endete die Exkursion und alle machten sich beeindruckt von den vielen Erfahrungen und dem Gesehenen auf den Weg zurück zur Erich-Kästner Schule nach Bürstadt. zg