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  • Di., 07. Februar 2023, 09:38 Uhr
    FASTNACHT: Hofheimer Carneval-Verein und Publikum feierten Prunksitzung als Fest der guten Laune

    Auf die Howwemer Fastnacht ein dreifach donnerndes Helau!

    Die HCV-Garde beeindruckte mit artistischer Tanzvorführung. Foto: Hannelore Nowacki


    HOFHEIM –  Auf die Howwemer Fastnacht ein dreifach donnerndes Helau! Dieser stürmische Ruf, der bei der fünfstündigen Prunksitzung am Samstagabend vielfach durch den Saal brauste, darf auch insgesamt als Auszeichnung für die außergewöhnlichen Leistungen der Bühnenakteure gelten. Zudem feuerte das Publikum närrische Raketen in beträchtlicher Stärke als Belohnung ab und erhielt auf Zuruf zahlreiche Zugaben. Auch die zweite Prunksitzung des Hofheimer Carneval-Vereins (HCV) war ausverkauft, was der HCV seinem Ruf verdankt, der ihm schon vor der Corona-Zwangspause vorauseilte. Die über 150 Aktiven hatten für die große Sause gesorgt, die Sitzungspräsident Alexander Scholl dem Publikum samt Feuerwerk der guten Laune zu Beginn versprochen hatte. Die Gäste, von Sitzungspräsident Scholl als „holde Narrenschar“ begrüßt, bewiesen an den langen Tischen im voll besetzten festlich-funkelnd dekorierten Saal ihre Freude an der Howwemer Fastnacht.  Fantasievolle Verkleidung war vielfach zu bewundern. Zu Ehren der Bühnenakteure erhoben sich die Zuschauer immer wieder von den Plätzen, jubelten, schunkelten und klatschten. Tusch und Musik kam von den Note Shakers. Verein und Elferrat haben Verstärkung durch die Fastnachter der katholischen Pfarrgemeinde im Canisiushaus (CFH) bekommen, die sich dem HCV mit ihren Akteuren angeschlossen haben, wie Scholl dem Publikum mitteilte, Büttenredner Sebastian Neubecker als „Urlauber“ und die Happy Dance Company waren im Programm vertreten. Als erste Tanzgruppe des Abends traten die HCV-Wichtel als Gute-Laune-Bärchen zum Lied „Ich bin ein Pandabär“ auf und entzückten die Zuschauer. Beeindruckend auch die Gardetänze der HCV Flower Powers, die kleine kleine Garde, und der HCV Piccolos als mittlere Garde. Aushängeschild HCV-Garde trat ein weiteres Mal in der zweiten Halbzeit mit einem artistischen Showtanz auf und rockte den Saal. Die Piccolos tauchten in blauen Latzhosen in die Nintendowelt ein und die Wonneproppen unternahmen eine erlebnisreiche Reise ins Disneyland mit Schneewittchen, Eisprinzessin und den Tieren des Dschungels. Mit der Happy Dance Company flog der schwerelose, zauberhaft glitzernde Weltraum in den Saal hinein. Die Pink Ladies zeigten das Beste ihrer Auftritte aus elf Jahren und im Männerballett waren HCV-Knusperstangen mit dem Canisius-Spritzgebäck zu einer tollen Gruppe vereint. Lustig und kunstvoll die Stöcke wirbelnd wusste die Trommelformation des Musikzuges der Feuerwehren Bürstadt/Hofheim zu begeistern. Als Hitsänger mit begnadeter Stimme machte Sitzungspräsident Alexander Scholl Furore, Rosen aus Damenhänden waren ihm sicher – der Saal wogte in Hochstimmung. Beginnend mit „Ein Bett im Kornfeld“ und später mit „Layla“ gab es kein Halten mehr. In der Bütt nahm Protokollantin Katrin Scholl Stellung zu brisanten lokalpolitischen Themen, spießte die Grundsteuer B und die Hallenbadsanierung auf, sprach vom Rundwanderweg als Partymeile und erzählte vom Spargelschälwettbewerb mit der sehr speziellen goldenen Trophäe für ihren Mann. Mit der Stärke des närrischen Worts brillierte Markus Scholl, der „Till vom HCV“, der vor nichts zurückschreckt, kein politisches Tabu ausließ, auch den Ukrainekrieg nicht vergaß und einmal das Publikum sogar sprachlos machte, kaum ein „Uiuiui“ wurde laut. Als Haushaltsökonom breitete Volker Hildebrand, der auch 1. Vorsitzender ist, üppige Reime zu den steigenden Preisen aus, mit Auskünften zum richtigen und falschen Sparen und einfallsreichem Werbeblock zum lokalen Einkaufen. Auf wortreichen Klamauk war Martina Vock mit ihrer Schönheitsfarm für Männer aus, furchtlos griff sie zum Vergnügen der Zuschauerinnen unter die männliche Gürtellinie,  bei den Männern eher verhaltene Reaktion, wie auch Sitzungspräsident Scholl ihre Aussagen und Wahrnehmungen „nicht so ganz teilen“ wollte. Als „Frau mit Veränderungen“ und völlig ungebremst stand Heike Hildebrand mit ihrem „neuen Hund“ aus Lampertheim und den Eigenheiten ihres Volkers als humoristischer Glanzpunkt auf dem Programm. Zum Finale lud das Gesangsquartett mit Alexander Scholl alle Aktiven auf die Bühne, ein rauschender Abschluss, der eigentlich zum Weiterfeiern animierte. Hannelore Nowacki

    Hitsänger Alexander Scholl mit begnadeter Stimme hatte mitreißende Hits gemischt und ließ die Herzen der Narrenschar höher schlagen. Foto: Hannelore Nowacki


     

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